At-Tauba 78: Haben die Heuchler immer noch nicht begriffen, dass Allah ihre Geheimnisse kennt und sehr gut über das Unbekannte Bescheid weiß?

A. Metin Saruhan · 1. Oktober 2017 · At-Tauba

Übersetzung

Haben die Heuchler immer noch nicht begriffen, dass Allah ihre Geheimnisse kennt und sehr gut über das Unbekannte Bescheid weiß?

Tafsir

Die Heuchler und Ungläubigen beharren immer noch darauf, Allah nicht kennen zu wollen, obwohl sie so viele Wunder gesehen haben, obwohl ihr Verstand Zeugen und Beweise für Allahs Existenz ist und obwohl die Propheten und die Gelehrten, die auf die Propheten folgten, ihnen mit dem Heiligen Koran, dem Wort Allahs, Licht gegeben haben.

Allah hat die Menschen erschaffen und einen Bund mit ihnen geschlossen (in Kalubala), bevor er sie in das Reich des Eigentums brachte. Er hat den Wunsch und den Willen eines jeden Menschen als sein Schicksal niedergeschrieben. Es ist also Allah, der weiß, was die Menschen, die bis zum Tag der Auferstehung kommen werden, tun werden, was sie sagen werden, was ihnen durch den Kopf gehen wird und wie sie darauf reagieren werden.

Verstehen sie immer noch nicht, dass Allah (swt) alles offen weiß, dass es vor Ihm nichts Verborgenes oder Verstecktes gibt und dass Allah (swt) sagt: "So seid ihr", angesichts so vieler Wunder und Ereignisse, die Er diesen Menschen gezeigt hat, und der Verse des Heiligen Qur'an und der Eigenschaften der Menschen, die Er ihnen beschrieben hat und die sie bezeugen?

Nein! Sie haben verstanden, und zwar so, dass sie es nicht leugnen konnten. Aber sie konnten sich Allah nicht unterwerfen, weil sie in ihren Seelen Stolz und Arroganz gegen Allah hegten. Der Egoismus und die Größe, die diese Menschen in ihren Seelen trugen, trieben sie zur Rebellion gegen Allah. Das sind die Menschen, die das leben wollen, was ihr Ego begehrt. Wenn die Menschen nach ihrem Ego und ihrem Intellekt leben würden, weil sie unvollständig erschaffen wurden, gäbe es keine Liebe und keinen Respekt zwischen den Menschen füreinander und die Erde wäre voller Unheil. Gott hat seine Gesetze gesandt, damit die Menschen das Leben finden können.

Allah möchte, dass seine Geschöpfe, die Menschen, mit Liebe und Respekt füreinander auf der Erde leben, sich gegenseitig lieben und umarmen und die Rechte und Gesetze der anderen respektieren. In dieser Hinsicht macht Er den Menschen Seine Gesetze bekannt.

Menschen, für die die Gesetze Allahs zu schwer sind, wenden sich von diesen Gesetzen ab und wollen ihre eigenen Wünsche und Sehnsüchte leben. Und da sie das Buch und den Gesandten Allahs nicht anerkennen wollen, wollen sie niemals zu Allah zurückkehren.

Was im Video gesagt wird

So Allah will.

Die Heuchler – haben sie noch immer nicht verstanden, dass Allah ihr Geheimnis und ihr Flüstern kennt und dass Er das Verborgene, die geheimen Dinge bestens kennt, heißt es? Die Heuchler. Was heißt es? Dass Allah auch ihr Geheimnis kennt – wenn es Geheimnis sagt: euer – was durch den entlegensten Winkel eurer Herzen geht, was ihr braucht, obwohl ihr es nicht wisst, heißt es – nach dem Vers „Wir sind euch näher als eure Hals- schlagader“ wissen Wir darum, heißt es. Wir wissen darum. Wir wissen es. Wonach? Dass Er mir meinen Wunsch und Willen als Schicksal gab. Was noch? Dass mein Herr mir diese Charaktere eingeprägt hat.

Innerhalb meines eigenen Schicksals hat Er mir meinen Wunsch und Willen verschlossen, im Jenseits verschlossen; obwohl ich keinen Augenblick meines Schicksals im Voraus kenne, programmiert Allah, der Erhabene, was die Lebewesen bis zum Jüngsten Tag tun werden, und weiß, was sie tun werden. Ja. So haben die Heuchler noch immer – dass Er ihr Geheimnis, also was für Menschen ihr seid, und ihr Flüstern, also die Fallen, die ihr stellen werdet, das Unrecht, das ihr den Menschen antun werdet, oder eure Betrügereien kennt – dass Er es weiß und das Verborgene, die geheimen Dinge bestens kennt, noch immer nicht verstanden?

heißt es. Warum, haben sie noch immer nicht verstanden? heißt es. Denn viele Wunder sind erschienen. Schon seit Noah, seit den Söhnen Adams, seit Abel und Kain, seit (?) dem Schaf, seit dem Widder, der Ismael geschenkt wurde, alle, die sich gegen Allah auflehnten und Allahs Grenzen überschritten – seit Er sie vernichtete, angesichts der Wunder aller Propheten, der Wunder, die der Prophet (Friede sei mit ihm) zeigte – haben sie noch immer nicht verstanden, dass Allahs Dasein die Wahrheit ist und dass Er alles Verborgene und alle Geheimnisse kennt, haben sie es noch immer nicht verstanden, heißt es.

Und sie können es nicht verstehen; ihre Natur ist so.

Allah, der Erhabene, im Vers: Ihre Augen sind blind für die Wahrheit. Und auf ihren Ohren liegt ein Schleier, heißt es. So, heißt es, haben sie ihre Herzen gegen die Wahrheit versiegeln lassen. Versiegeln lassen. Darum sehen sie nicht. Sie sehen die Wahrheit nicht und hören die Wahrheit nicht. Wenn sie das Wort der Wahrheit hören, heißt es, geraten sie in einen Zustand, dass die Wolken am Himmel bersten würden, heißt es. So sehr geraten sie in Bedrängnis. Bedrängnis. Ja. Die Heuchler und Ungläubigen beharren, obwohl sie so viele Wunder sahen, obwohl der Verstand in ihnen Zeuge für Allahs Dasein und Beweis für sie selbst ist, obwohl die Propheten und nach ihnen die Gelehrten, die Erben der Propheten, ihnen mit dem Koran, dem Wort Allahs, Licht vorhielten, noch immer darauf, Allah nicht kennen zu wollen.

Noch immer. Allah erschuf den Menschen. Bevor Er sie in die materielle Welt brachte, schloss Er mit ihnen bei Kalu Bela einen Bund. Wir haben jedem Menschen seinen eigenen Wunsch und Willen als Schicksal geschrieben. Also: Wo die Menschen bis zum Jüngsten Tag was tun werden, was sie sagen werden, was ihnen durchs Herz gehen wird, wie sie sich daraufhin verhalten werden – der dies weiß, ist Allah. Ja. Dass Allah, der Erhabene, alles offen weiß, dass bei Ihm nichts verborgen und verdeckt ist – mit so vielen Wundern und Ereignissen, die Er diesen Menschen zeigte, und mit den Versen des Korans, die die Wesenszüge der Menschen beschreiben und sie gegen sich selbst zu Zeugen machen, sagt Allah, der Erhabene: So seid ihr – haben sie angesichts dessen Allah, den Erhabenen, noch immer nicht verstehen können?

Ja. Um verstehen zu können, muss der Mensch seinen Verstand gebrauchen. O Mensch! Weil ihr den Verstand, den Ich euch gab, nicht gebraucht, ziehe Ich euch zur Rechenschaft, heißt es. Weil ihr euren Verstand nicht gebraucht. Ja.

Nein, auch diese haben es verstanden. Und zwar so, dass sie es nicht leugnen können. Aber wegen des Stolzes und Hochmuts, den sie in ihrem Nafs gegen Allah nährten, konnten sie sich Allah nicht beugen.

Die Selbstsucht und Überheblichkeit, die diese Menschen in ihrem Nafs verbargen, hat sie zur Auflehnung gegen Allah getrieben. Diese Menschen wollen leben, was ihr eigener Nafs begehrt. Da die Menschen unvollkommen erschaffen sind, würden, wenn sie nach ihrem Nafs und Verstand lebten, unter den Menschen Liebe und Achtung füreinander verschwinden, sie würden die Erde mit Zwietracht überziehen. Damit die Menschen Leben finden, hat Allah den Menschen Seine Gesetze gesandt. Der Verstand ist ja unvollkommen, er ist ja unvollkommen erschaffen; mit Seinen Gesetzen zeigt Allah den Menschen den Weg, mit dem Koran hält Er ihnen Licht vor, als Führer bietet Er ihnen den Koran an. Was ist ein Führer? Ein Führer – sagen wir, ich ginge von hier nach New York oder nach Paris.

Ich kenne den Ort nicht, ich weiß nichts darüber.

Ich weiß auch nicht, wohin ich gehen soll.

Mein Verstand führt mich herum, ich sehe auch die Umgebung. Auf mich allein gestellt stehe ich da und schlage mühsame Wege ein. Ich finde kein Hotel, verstehe kein Französisch, (?) seine Sprache sprechen. Ich habe also Mühe. Aber in diesem Frankreich, in diesem Paris, ein Führer, jemand, der Französisch kann und dieses Paris bestens kennt: Mein Herr, willkommen hier. Schön, hier zu sein. Ich stehe zu Ihren Diensten. Dein (?) Vater hat mich in deinen Dienst gestellt. Wohin du willst, führe ich dich herum. Er nimmt ihn, (?), das ist der Eiffelturm, das ist der und der Ort, das hier ist das Museum, das ist jenes, und das ist, wo du schlafen wirst – wenn er ihm Essen und Trinken besorgt, hat er dort Schwierigkeiten?

Genau das ist der Koran. Er ist ein Führer, ein Führer vor uns. Damit wir mit diesem unvollkommenen Verstand in dieser (?) Welt keine Mühe haben, hat unser Herr uns einen Führer vorgelegt, einen Führer. Wer sich von ihm entfernt, kommt nie auf einen grünen Zweig, seine beiden Füße stecken in einem Schuh; mit seinem eigenen Verstand und Nafs lebt er diese Welt in Elend und Unrecht. Er findet keinen Frieden, er findet keinen Frieden. Ja.

Diese

sind Menschen, die leben wollen, was ihr eigener Nafs begehrt; da die Menschen unvollkommen erschaffen sind, würden, wenn sie nach Nafs und Verstand lebten, unter den Menschen Liebe und Achtung füreinander verschwinden – warum, was ist der Grund? Weil die Menschen selbstsüchtig sind und die Welt sehr lieben; so würden sie einander betrügen, und weil sie einander Unrecht und Qual antäten, würden die Bande der Liebe zwischen ihnen reißen, sie würden einander zu Feinden. Aber wer die Wahrheit kennt und Allah fürchtet, kann seinen Bruder im Islam nicht betrügen. Der Mensch, der, so wie wenn ihn selbst ein Leid trifft, dessen Schmerz im anderen spürt, kann dem anderen kein Leid antun.

Der Prophet sagt in einem Hadith: Wenn ein Gläubiger nicht den Zustand eines anderen Gläubigen teilen kann, ist sein Glaube nicht vollkommen geworden, sagt er. Sein Nafs ist nicht vollkommen geworden. Ein Muslim also, der um Allahs willen Allah liebt, der zittert, wenn in seinem Herzen Allahs gedacht wird – dieser Mensch kann seinen muslimischen Bruder weder belügen noch betrügen noch ihn in Qual und Pein stürzen. Da also Allahs Verse ein Führer vor uns sind, leben wir unsere Einheit und Gemeinsamkeit, und da in Einheit und Gemeinsamkeit Kraft liegt, stehen wir Rücken an Rücken und leben in dieser Welt in Frieden; wir leben unbeschwert.

Das versuchen wir zu erklären. Da die Menschen unvollkommen erschaffen sind, mit unvollkommenem Verstand erschaffen, würden, wenn sie nach Nafs und Verstand lebten, unter den Menschen Liebe und Achtung füreinander verschwinden, die Erde würde von Zwietracht überzogen. Damit die Menschen Leben finden, hat Allah Seine Gesetze gesandt. Er hat den Koran gesandt. So will Allah, dass unter Seinen Geschöpfen die Menschen auf Erden ohne Mangel an Liebe und Achtung füreinander, einander liebend und umarmend, die Rechte des anderen achtend leben. Darum gibt Er den Menschen Seine Gesetze bekannt. Seine Gesetze.

Menschen, deren Nafs Allahs Gesetze schwer fallen, kehren diesen Gesetzen den Rücken und wollen ihre eigenen triebhaften Wünsche und Begehren leben. Da sie Allah, Buch und Gesandten nicht anerkennen wollen, wollen sie nie zu Allah zurückkehren. Denn das Begehren des Nafs erscheint ihnen sehr schön; der Satan lässt es ihrem Nafs mit dem (?), den er ihnen gibt, berechtigt erscheinen. So verstrickt sich der Mensch in Irrtümer. Heute irgendwo, nachdem sie gehört hatte, dass Amerika mit Stürmen ringt, sagt mir eine gute Frau, eine Hodscha: Sind das nicht Allahs Diener, sagt sie. Allahs Diener. Dass sie so viel Leid erfahren.

Du hast recht, sagte ich. Aber du kennst den Ursprung nicht, sagte ich. Ich erkläre es, hör du zu, sagte ich. Denn du bist von Aberglauben beherrscht. (?). Du kannst es unmöglich auf einmal verstehen, aber ich erkläre es dir, sagte ich. Ich begann, ihr die Erschaffung der Geister in Allahs Welt zu erklären, dann den Bund bei der Anrede Elestü bi- Rabbiküm, und beim Kommen auf die Erde: „Wir haben euch auf Erden in Völker, Völker geteilt“, mit dem Wort des Verses. Völker, Völker. Gemäß dem Bund, den jeder Mensch gab – da ein Engländer sich mit einem Amerikaner, ein Amerikaner mit einem Italiener, ein Italiener mit einem Deutschen nicht verständigt –, damit jede Seele sich besser beweisen, sich beweisen kann: dass Er sie in Völker brachte, in denen sie unter Menschen ihrer eigenen Denkart ihre Gedanken offener leben und sich besser beweisen; da Er diese Menschen kennt und weiß, was sie tun werden, teilte Er sie auf Erden in Völker, und den Menschen, die den Versen Allahs, des Erhabenen, zuwiderhandeln und Allah leugnen, gibt Er im Jahr zwei oder drei Unglücke – diese Unglücke von Allah –, weil sie sich gegen Allah auflehnen, damit sie ihren Herrn erkennen: Das habe ich stundenlang erklärt.

Heute, heute.

Sie schaut genau so.

Wir können es ja erfassen. Es gibt kein (?), kein (?). Es muss (?) geben. (?). Ja. So gibt Allah, der Erhabene, Seine Gesetze bekannt. Warum sagen wir: Hört uns weiter zu? Warum sagen wir das? Am Ende gehen euch die Fragen aus, sagen wir. Und sie gingen ihnen aus, sie gehen ihnen aus. Warum sagen wir das? Wenn er uns immer wieder zuhört, setzen sich die Verse in seinem Unterbewusstsein fest. Es wird eine Zeit kommen, da werden aus diesen unterbewussten Worten, die er braucht, Verse hervortreten. Es wird den Aberglauben in den Gesprächen der Menschen so, wie er ist, ans Licht bringen. Ist es nicht so, Mesut?

Du bist Anwalt, du weißt es besser. Ja. Du erfasst die Menschen besser.