An-Nisa 175: Und jene, die an Allah geglaubt und sich ganz fest an Ihm gebunden haben, wird Allah in eine Welt voller Barmherzigkeit und Huld aus Sich heraus eintauchen und sie zu einem Weg leiten, der zu Ihm führt.

A. Metin Saruhan · 25. Oktober 2017 · An-Nisa

Übersetzung

Und jene, die an Allah geglaubt und sich ganz fest an Ihm gebunden haben, wird Allah in eine Welt voller Barmherzigkeit und Huld aus Sich heraus eintauchen und sie zu einem Weg leiten, der zu Ihm führt.

Tafsir

Wer an der Religion Allahs festhält, für den öffnet Allah die Tore der geistigen Welt. Will der Mensch Allah näher kommen und Allah entfernt sich vom Menschen? Im Gegenzug für seine gottesdienstlichen Handlungen lehrt Allah den Menschen, was er nicht weiß, und zeigt ihm die Existenz eines Lebens nach dem Tod, mit dem er so viel anfangen kann, wie Er ihm erlaubt.

Das ist es, was er einen Fluss der Barmherzigkeit und Gnade von sich selbst nennt. Wenn der Mensch im Reich des Besitzes lebt, zeigt ihm Allah (swt) die Reiche der Wahrheit und hält ihn auf dem Weg zu sich selbst. Denn dieser Mensch bleibt in der Begeisterung der Welten, die er gesehen hat, und bleibt dem Weg Allahs verbunden. Außerdem wird Allah (swt) ihn im Jenseits mit reichlichen Spenden und Zuwendungen aus Seinem Wesen überhäufen und ihn in die Wasser der Barmherzigkeit eintauchen. Dies ist das Leben, das sich der Mensch nicht einmal vorstellen konnte, als er sich noch im Reich des Besitzes befand, aber am Ende seines Lebens, im Jenseits, wird ihm die Gnade Allahs zuteil werden.

Was im Video gesagt wird

Bei Vers 175 der Sure An-Nisa sind wir angekommen.

Was jene betrifft, die an Allah glauben und an Ihm festhalten, Allah wird sie mit Barmherzigkeit von Sich in ein Meer der Huld eintauchen und sie auf einem geraden Weg zu Sich führen. Auf einem geraden Weg zu Sich. Wer an Allah glaubt und an Ihm festhält – was heißt festhalten? „Haltet euch am Seil Allahs fest“, heißt es.

Haltet euch am Seil Allahs fest. Aber manche Leute, die sich selbst nicht kennen, haben ein Seil über die Straße gespannt. Das geschah in Istanbul, in Karnıca. „Das ist das Seil Allahs, haltet euch daran fest“ – und alle hielten sich an diesem Seil fest.

Ja. Das heißt, aus dem Glauben der Muslime, aber auch aus der Unwissenheit jenes armen Menschen, der sie lenkt, wurde der Islam mit Aberglauben behängt.

Ja. Wer es wusste und wer es nicht wusste, gab nach eigenem Gutdünken Fatwas. Nach eigenem Gutdünken.

Wie wir immer sagen, sagte einer: Wer jede Sache nach seinem eigenen Verstand regelt, gleicht einem Beinlosen, der eine Beinprothese trägt. Was er gestern getan hat, sagt er, will er heute ändern. So haben jene, die sich für Hodschas halten, die um sich herum Menschen versammeln und (?) sehen und für einen Balken halten, solche Leute, als sie anfingen, die Menschen nach Belieben mit Aberglauben zu lenken, unsere Religion in diesen Zustand gebracht.

Der Mensch hat sich selbst geschadet. Der Mensch. Denn ein Mensch soll nicht über etwas reden, das er nicht weiß.

Aber sieh dir unsere Zeit an.

In unserer Zeit geben Menschen zu Versen, von denen sie nichts wissen, nach Belieben, Fatwas nach ihrem eigenen Vorteil. Fatwas. Auf diese Weise haben sie die Religion entarten lassen. Aber wird Allah, der Erhabene, sie nicht danach fragen? Er wird. Ja.

Darum spricht ein Mensch, der Allah fürchtet, nicht über ein Thema, das er nicht kennt.

Die Zahl der Menschen, die zwei Wörter nebeneinanderstellen und mit Wörtern reden, die nicht zueinander passen, wuchs und wuchs. Und so entfernten sich die Menschen von der Religion. Statt (?), statt „der Vers sagt das“ zu sagen, statt der falschen, verlogenen Worte, wenn ein Mensch zwei Worte sagte, die Allah und Seinen Gesandten liebenswert machen, glaub mir, er würde Allahs Barmherzigkeit erlangen. Ja. Aber wo sind solche Menschen? Sie legen sogar die Verse zu ihrem eigenen Vorteil aus und beuten das Gewissen der Menschen aus.

So sind diese Menschen arme Leute, die diese Welt genau wie ein Nichtmuslim leben, sie in (?) sehen, ihre Freuden und Genüsse auskosten, das Gewissen der Menschen ausbeuten, meinen, sie würden leben, und ihr eigenes Verderben vorbereiten. Ja. In Vers 175 der Sure An-Nisa: Was jene betrifft, die an Allah glauben und an Ihm festhalten, Allah wird sie mit Barmherzigkeit von Sich in ein Meer der Huld eintauchen und sie auf einem geraden Weg zu Sich führen.

Wer an der Religion Allahs festhält. Was heißt dieses Festhalten? Zuerst sagt Allah, der Erhabene: Tritt in die Religion ein. Wie trittst du in die Religion ein? Eşhedü en lâ ilâhe illallah ve eşhedü enne Muhammeden abdühû ve resûlüh. Ich bin in die Religion eingetreten. Aber ich werde es mit der Zunge bekennen und mit meinem Herzen bestätigen. Ich werde es bestätigen. „Aber Hodscha, haben wir Allah denn gesehen, dass ich sage, ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt?“, sagen wir. „Lügen wir dann nicht?“ „Lässt Allah, der Erhabene, uns nicht lügen?“ Was haben wir gesagt? Eşhedü en lâ ilâhe illallah – ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt.

Woher soll ich das wissen? Und eşhedü enne Muhammeden abdühü ve resulühü – wieder bezeuge ich, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist, sagen wir. Und hat Allah, der Erhabene, nicht diesen Vers gesandt: „Wir haben euch in eine verborgene Welt gesandt, damit ihr an das Verborgene glaubt.“ Glaube an das Verborgene, gemäß diesem Vers. Zudem haben wir in der Anrede „Elestü bi-Rabbiküm“, als Er sagte: „Ich bin euer Herr“, das Wesen Allahs, des Erhabenen, gesehen. Allah lässt uns nichts bezeugen, was wir nicht gesehen haben. Wir haben gesehen. Und der Prophet neben Ihm, Sein Diener und Gesandter.

Jener, Sein Diener und Gesandter, Muhammad (Friede sei mit ihm), vor allen Menschen ein Vater, ein Älterer – alle Seelen stammen ja von ihm –, sagt: „Ja, das ist unser Herr“, und gibt Unterstützung. Unterstützung.

Nun beweist in diesem Sinne auch der Gebetsruf dies. Wenn der Gebetsruf ertönt, erinnere ich mich immer an jenes Elestü bi-Rabbiküm. Während der Gebetsruf ertönt. Was sagt er? Allahu Ekber, Allahu Ekber. Allah ist groß. Ja, natürlich. Außer Ihm ist keiner groß.

Eşhedü en lâ ilâhe illallah. Ich bezeuge, dass es außer Ihm keinen Gott gibt. Eşhedü enne Muhammeden Resûlullah. Und wieder bezeuge ich, dass er Sein Diener und Gesandter ist. Ja, auch er, neben Ihm, sagt „unser Herr“ und unterstützt es. Hayye ale's-salâh – also, heißt es, komm zum Gebot deines Herrn, zu Seiner Anbetung. Hayye ale'l-felâh – also bete Ihn an und finde das Heil, heißt es. Das Heil. Sieh dir den Gebetsruf an – ich erinnere mich immer an jenen Ort, wenn er ertönt. (?) wieder Allahu Ekber, Allahu Ekber, Allah (?), heißt es; la ilahe illallah – es gibt keinen Gott außer Ihm. Jene Welt steht mir immer vor Augen.

Der Gebetsruf ist nicht leer. Auch er ist ein Zeugnis. So hat Er dich in die Welt des Verborgenen gesandt. Nun lässt Er dich jenes Verborgene bezeugen. In Wahrheit hast du es gesehen. Wenn die Seele an der Kehle angelangt ist, werden dir jene Welten erscheinen. Alle Welten, in denen du mit Allah, dem Erhabenen, einen Bund geschlossen hast, werden sich vor deinen Augen ausbreiten. Aber erst, nachdem sich die Tür der Reue geschlossen hat. Wenn er sagt: „Schick mich noch einmal zurück, mein Gott, ich werde Dich anbeten“ – da sich dein Charakter nicht ändern wird, würdest du, selbst wenn Wir dich nicht einmal, sondern mehrmals zurückschickten, wieder dasselbe tun, sagt Allah, der Erhabene.

Ja. Darum muss der Mensch, wie wir immer sagen, sein Leben in dieser Welt als kostbare Beute ansehen.

Die an Allah glauben und an Ihm festhalten. So wirst du festhalten. So wirst du sagen, dass es keinen Gott außer Allah gibt. Du wirst sagen: Allahs Gebote sind die Krone auf meinem Haupt. Du wirst dein Herz deinem Herrn schenken. Du wirst in deinem Gebet, deinem Fasten, deiner Zakat, deinem Hadsch nichts versäumen. Wenn du Geld hast, wirst du natürlich den Hadsch machen und die Zakat geben. Sonst (?) dein Herr es dir ab. Ja. So will unser Herr uns kein Unrecht. Dann, dann: Was uns schadet – Alkohol, Glücksspiel, Unzucht, Zins –, lass dich nicht darauf ein, heißt es, nähere dich ihnen nicht; das Verbotene, rühre es niemals an, heißt es, das Verbotene.

Wetteifere darin, den Menschen Gutes zu tun. Verdiene auf erlaubte Weise, ernähre auf erlaubte Weise. Und kann es für einen Menschen ein größeres Glück geben als dieses? Kann es für einen Menschen eine größere Ehre geben als diese? Er hat den Menschen ehrenvoll erschaffen. Niemand – solange dieser Mensch keinen Alkohol trinkt, kein Glücksspiel spielt, keine Unzucht begeht, sich nicht mit Zins einlässt, solange er auf erlaubte Weise verdient und sich der Gottesfurcht zuwendet, solange er sein eigenes Ich beherrscht –, zu diesem Menschen kann niemand sagen: „Über deiner Braue ist ein Auge“, niemand kann es.

Niemand kann es. Denn dieser Mensch ist ehrenhaft. Er hat bei Allah Würde gefunden. Alle Ehre und Würde gehört Allah, heißt es doch. Zeigt uns Allah, der Erhabene, nicht mit Seinem Vers den Weg? Wenn Ehre und Würde bei Allah sind und du Seinem Gebot so gehorchst, wirst dann nicht auch du Ehre und Würde besitzen?

Ja. So musst du an der Religion Allahs festhalten, damit du Würde und Ehre erlangst.

Was jene betrifft, die glauben und an Ihm festhalten, Allah wird sie mit Barmherzigkeit von Sich in ein Meer der Huld eintauchen. Natürlich, solange der Mensch Sein Gebot so erfüllt, sagt der Herr zu ihm: „Lebbeyk, Mein Diener“ – lebbeyk, sprich du, sagt Er, sprich, befiehl, befiehl du. Allah sagt das. Ja. Du – wenn du dich Ihm näherst, nähert Er sich dir noch viel mehr. Und Er wird sie auf einem geraden Weg zu Sich führen, und ihm einen geraden Weg zu Sich – solange er durch solches Handeln mit seinem Nafs ringt, wird sein Herr ihm durch Enthüllung die inneren Welten öffnen und ihm das Entsprechende mancher Koran- verse zeigen, und vielleicht wird Er sich ihm mit Seinem Wesen offenbaren. Jenen Menschen wird es, so wie die Späne eines Magneten von seinem Sog erfasst werden, zu Allah, dem Erhabenen, ziehen.

Das sind erlebte Dinge.

Ansonsten lässt sich das Vollkommene nicht in Worte fassen.

Wer an der Religion Allahs festhält, dem öffnet Allah von Sich aus die Türen der geistigen Welt – Er öffnet sie. Sieh, wie schön. Das sind die erlebten Dinge. Das geht nicht durch Erzählen. Aber was ist der Anfang? Sich der Religion zuwenden, festhalten. Wenn der Mensch sich Allah nähern will, entfernt sich Allah dann vom Menschen? Kann es so etwas überhaupt geben? Allah sagt: „Komm zu Mir“, und wenn der Mensch sich Ihm zuwendet, entfernt sich Allah von ihm? Ist das möglich? Mehr noch: Solange der Mensch sich Ihm nähert, wird Allah, der Erhabene, seine Sehnsucht steigern und ihm mit viel größerer Offenheit der Enthüllung die Welten der Bedeutung zeigen.

Dann wird das Herz dieses Menschen schlagen, wie das Herz eines Vogels schlägt. Es wird fliegen wie ein Vogel. Ja. Sein Herz wird Feiertag halten. Feiertag.

Allah lehrt den Menschen als Gegenleistung für seine Gottesdienste, was er nicht weiß, und zeigt ihm, soweit Er es erlaubt, so viel vom Dasein des Jenseits, wie er ertragen kann – haben wir gesagt. Das sind die Entsprechungen der Verse – Worte, die innerlich sind, die Sufismus sind.

Was er Barmherzigkeit von Sich und Meer der Huld nennt: Während der Mensch in der sichtbaren Welt lebt, hält ihn Allah, der Erhabene, indem Er ihm die Welten der Wahrheit zeigt, auf einem geraden Weg zu Sich. Wir sagten, Er wird ihm die Enthüllung öffnen. Er wird geistige Welten zeigen.

Je mehr er sich Allah nähert, je mehr sich dieser Diener Allah nähert, desto mehr wird Allah, der Erhabene, ihm die Wege der inneren Welten zeigen. Er wird das Leben der inneren Welten zeigen. Er wird die Entsprechungen der Verse zeigen. Ja. So wird Er ihn auf einen geraden Weg zu Sich bringen. Denn dieser Mensch bleibt in der Sehnsucht nach den Welten, die er schaut, und auf dem Weg Allahs von nun an gebunden. Wenn er sie sieht, bleibt dieser Mensch gebunden. „Aber Hodscha, was machen wir dann mit der Welt?“ Wenn du das fragst – wird dieser Mensch, sobald er von den Wahrheiten bestimmt ist, sowohl das Diesseits als auch das Jenseits, die andere Welt, tragen.

Ja. Sie sind nun vom Aberglauben befreit. Aberglaube dringt nicht so leicht zu ihnen durch. Allah, der Erhabene, (?) Sein Licht in ihre Herzen. Auf dieses Licht fällt weder der Schatten des Ostens noch der des Westens. Das heißt, weder die Worte des äußeren Wissens wirken auf ihn noch falsche Worte. Er ist nun ein Licht über ihnen allen.

Und auch im Jenseits taucht ihn Allah, der Erhabene, aus Seinem Wesen mit reichen Gaben und Wohltaten in das Meer der Barmherzigkeit. Das heißt, Er nimmt ihn unter Seine rechtschaffenen Diener auf und sagt: Für euch, nehmt die Gärten, unter denen Flüsse fließen, Gärten um euch herum, kostbare, die kein Menschen- gesicht gesehen hat; Ghilman; die Dschinn nicht berührt haben, heißt es. Ghilman sind Diener, die euch ringsum Becher reichen. Wenn ihr aus diesen Bechern trinkt – es ist nicht der Becher dieser Welt –, macht er den Menschen nicht betrunken. Er schenkt dem Menschen Frieden, und je mehr du aus diesem Becher trinkst, desto mehr wächst deine Sehnsucht – die Sehnsucht nach deinem Herrn wächst. Je mehr die Sehnsucht wächst, desto mehr wächst dein Frieden.

Mit diesem Frieden – dein Herr mit dir zufrieden und du mit deinem Herrn zufrieden – erlebst du eine ewige Stätte der Glückseligkeit.

Ja. So wird der Mensch das Leben, das er sich in der sichtbaren Welt nicht einmal vorstellen konnte, am Ende seines Lebens im Jenseits, indem ihm Allahs Huld zuteilwird, erlangen. Indem ihm Allahs Huld zuteilwird.