An-Nisa 107: Verteidige nicht jene, die sich selbst verraten haben, denn Allah mag jene Sünder nicht, die sich den Verrat zum Beruf gemacht haben.
Inhalt
Erläuterung
Übersetzung
Verteidige nicht jene, die sich selbst verraten haben, denn Allah mag jene Sünder nicht, die sich den Verrat zum Beruf gemacht haben.
Tafsir
Allah (swt) liebt diejenigen nicht, die andere verraten und schädigen. Verteidigen Sie nicht diejenigen, die das Eigentum der Menschen belästigen, die sie bestehlen und ihnen Schaden zufügen. Verteidigen Sie sie nicht, denn diese Menschen sind auf einem schlechten Weg. Wenn Sie solche Menschen verteidigen und beschützen, werden Sie morgen jemand anderem Schaden zufügen. Sie zu verteidigen und zu schützen bedeutet, sich an ihren Sünden zu beteiligen.
Deshalb sagt Allah (swt) (Er liebt die Sünder nicht, die den Verrat zu ihrem Beruf machen). Allah (swt) hat seine Gesetze gesandt, um den Menschen Leben zu geben. Menschen, die gegen diese Gesetze verstoßen, sind Sünder. Diejenigen, die außerhalb von Allahs Geboten handeln, diejenigen, die den Verrat zu ihrem Beruf machen, diejenigen, die sich durch Diebstahl, Erpressung, Zinsen usw. auf unlautere Weise bereichern und die Menschen leiden lassen, das sind diejenigen, die den unlauteren Gewinn zu ihrem Beruf machen. Das ist ein Gebot Allahs, das Er nicht will und das Er den Menschen nicht gönnt.
Menschen, die mit Ehre und Würde erschaffen wurden, die in ihrer Würde gleich sind und die an das Wesen Allahs (swt) gerichtet sind, und die schändliche Verbrechen zum Beruf machen, werden in den Augen Allahs (swt) zu gemeinen Menschen und Sündern. Allah liebt solche sündigen Menschen nicht. Sie sind auch diejenigen, die ihr Ego verraten. Vertrauensbruch gehört zu den gleichen Verbrechen. Einem Menschen wird Eigentum anvertraut, und er zerstört es und fügt ihm Schaden zu, oder er leugnet es und behält es für sich selbst. Diejenigen, die ein solches Verhalten zu ihrem Beruf machen, sind Sünder in den Augen Allahs. Und die Körper sind den Menschen anvertraut. Diejenigen, die ihren Körper außerhalb von Allahs Gebot benutzen, sind Sünder in Allahs Augen.
(Ich werde Sie zur Rechenschaft ziehen für die Art und Weise, wie Sie diese Körper benutzen, die ich Ihnen gegeben habe.) Ein Muslim ist ein Mensch, vor dem die Menschen sicher sind (vor seiner Hand, seiner Taille und seiner Zunge). Sie verachten nicht die weltlichen Güter und gehen nicht über das Gebot Allahs hinaus.
Was im Video gesagt wird
Verteidige nicht jene, die sich selbst verraten! Wie schön Er das sagt. Wer verrät sich selbst? Jene, die Allah leugnen. Jene, die ihre eigene Seele verraten. Ja. Jene, die sammeln, ohne nach erlaubt oder verboten zu fragen. Jene, die ungerechterweise die Rechte der Menschen an sich reißen und ihre Rechte verschlingen, diese verraten ihre eigenen Seelen. Das heißt, gemäß dem Vers, jene, die ihren eigenen Seelen Unrecht tun. Jene, die (?). Jene, die die Waagschale der Sünden schwerer machen.
Ja, verteidige nicht jene, die sich selbst verraten. Denn Allah liebt nicht die Sünder, die den Verrat zu ihrem Beruf gemacht haben, Er liebt sie nicht. Die den Verrat zu ihrem Beruf gemacht haben. Gibt es solche nicht unter uns? Doch, doch. Gibt es keine Betrüger? Doch. Jene, die zu diesen unschuldigen Menschen sagen: Wir machen dies, wir machen das, mein Herr, lasst es mich sagen, sie betrügen und ihnen diese Schuldenlast aufbürden.
Jene, die sich Schüler nehmen und das Geld der Schüler einstecken. Jene, die sie geschädigt zurücklassen. Gibt es die nicht? Doch.
Auch wir sind Zeugen solcher Leute.
Diese haben den Verrat zu ihrem Beruf gemacht. (?) willst du das verteidigen? Wenn du ihn verteidigst, hast auch du deinen Platz an seiner Seite eingenommen. Allah bewahre. Also, wenn du das Sinnbild von Wahrheit und Gerechtigkeit bist, wenn du auf Erden, Allah, gemäß dem Vers, zu denen gehörst, von denen es heißt: Unter euch sollen welche sein, die Wahrheit und Gerechtigkeit lehren, wie kannst du dich auf die Seite jenes Menschen stellen, der den Verrat zu seinem Beruf gemacht hat? Und wie kannst du den Verrat zu deinem Beruf machen? Oder wie kannst du ungerechterweise gegen Menschen entscheiden?
Diese Welt ist vergänglich. Morgen wird im großen Gericht Rechenschaft abgelegt. Rechenschaft.
Menschen, die nicht an diese Rechenschaft denken,
die nur die Welt sehen und dem (?) Vergnügen und Genuss der Welt nachlaufen, die für ihren eigenen Vorteil auf dem Rücken anderer (?), Menschen, die den Verrat zu ihrem Beruf gemacht haben.
Allah sagt: Allah liebt nicht die Sünder, die den Verrat zu ihrem Beruf gemacht haben. Ja. Warum liebt Er sie nicht? Allah, der Erhabene, macht auf Erden zwischen keinem Menschen einen Unterschied. Ich sage es noch einmal, du hast dich nicht verhört: Allah, der Erhabene, die Menschen, die Er auf Erden erschuf, Götzendiener, ich meine die Lebenden, die Lebenden: Götzendiener, Magier, Feueranbeter, jene, die ihrer eigenen Ideologie folgen, jene, die ihre Nafs vergöttlichen, mit Religion oder ohne, wer auch immer sie sind: Seine Barmherzigkeit im Universum ist für alle gleich. Er macht zwischen keinem von ihnen einen Unterschied.
Würde Er einen Unterschied machen, würden Ihm Eigenschaften zugeschrieben. Er macht zwischen keinem von ihnen einen Unterschied. In Seinem Vers sagt Er sogar: Sogar die Erde habe Ich gleichmäßig unter euch verteilt. Die Erde. In jenen Wüsten, die du für öde hältst, sprudelt Erdöl. Anderswo gibt es gewaltige, für den Ackerbau geeignete Wälder, Weinberge, Gärten, mein Herr, Früchte, Gemüse. Und die Erde wurde von unserem Herrn wahrhaftig gleichmäßig unter den Menschen verteilt. Daher kannst du Allah, dem Erhabenen, keine Eigenschaften zuschreiben.
Ohne zu unterscheiden, ob mit Götzen oder ohne, mit Religion oder ohne, wer auch immer sie sind, liebt Er jene nicht, die ihre eigene Seele verraten, solche Menschen auf Erden. Sie sind Sünder. Begeht Er Ungerechtigkeit? Nein. Ihre Sündenlast wächst. Und solche Menschen liebt Er nicht.
Allah, der Erhabene, liebt jene nicht, die verraten, die anderen schaden. Jene, die sich am Hab und Gut der Menschen vergreifen, sie bestehlen und ihnen schaden, verteidigt sie nicht. Tretet nicht für sie ein. Denn diese Menschen sind in ihrem Gang auf einem schlechten Weg. Ein schlechter Weg. Wenn ihr solche Menschen verteidigt und schützt, lasst ihr morgen einem anderen Schaden zufügen. Sie zu verteidigen und zu schützen bedeutet, an den Sünden teilzuhaben, die sie begehen werden. Ja, es bedeutet teilzuhaben. Darum gebt solchen Menschen auf keinen Fall Wert. Über solche Menschen, selbst wenn es unser Vater ist, unser Vater, müssen wir entscheiden, ohne je von Allahs Gerechtigkeit abzuweichen, das müssen wir. O Vater, o mein Vater, du bist ein Sünder, du bist ein Unterdrücker, du hast deinen Platz auf der Seite des Feindes eingenommen. Du tust Dinge, die unser Herr nicht liebt, du betrügst diesen und jenen um sein Recht.
Ich sage mich von dir los, ich schäme mich für dich, für diese Taten, die du tust. Sieh, unser Herr lässt uns davon Abstand nehmen. Er sagt, dass dies große Sünden sind. O mein Vater, morgen werden wir vor unserem Herrn Rechenschaft ablegen. Komm, lassen wir davon ab. Betrügen wir die Menschen nicht. Achten wir ihre Rechte und Ansprüche. Lieben wir sie. Wie wir uns selbst lieben, ja, indem wir sogar auf unseren Vorteil verzichten und ihnen von unseren eigenen Vorteilen geben, lassen wir sie die Religion unseres Herrn lieben. Morgen werden wir mit diesen unseren Taten vor unserem Herrn reichen Lohn erlangen, müssen wir sagen.
Als Muslime, als die Älteren, also als die Alten, müssen wir unseren Kindern und Enkeln solche Ratschläge geben.
Aber leider sehen wir heute, dass die Menschen stehlen und klauen.
Mein Sohn brachte mir einmal ein Päckchen Lampen. Er war damals acht oder neun Jahre alt. Mein Sohn, woher hast du das?
Ich wohne gegenüber dem Bahnhof, sagte ich, (?). Es lag herrenlos am Bahnhof, da habe ich es genommen, sagte er. Geh und leg es dorthin zurück, wo du es genommen hast, mein Sohn, sagte ich. Sein Besitzer wird kommen und es dort abholen, sagte ich. Er ging hin und legte es dort ab.
Heute sehen wir, dass aus unseren Gärten Dinge gestohlen werden. Das tun keine Erwachsenen, das tun Kinder. Fragt ihn denn der Besitzer des Hauses, in das er es bringt, sein Vater, seine Mutter, nicht? Mein Sohn, woher hast du das? Woher hast du das?
Und er wird sagen: Ich habe es aus dem Garten von Onkel Hadschi genommen. Mein Sohn, bring es dorthin zurück. So wird ein Kind erzogen.
Um mein Haus herum gab es nicht viele Häuser.
Eines Tages stahlen sie meine Wasserhähne, die Hähne im Garten, und nahmen sie mit. Na, sollen sie sie nehmen. Ich kaufte neue und baute sie ein. Und dann sah ich, dass die Hähne in einen Beutel gesteckt worden waren und im Garten unter der Laube hingen. Damals gab es wenige Menschen; die Menschen um mich herum waren (?) Menschen. Jetzt ist die Umgebung gewachsen, Menschen, bei denen man nicht weiß, wer wer ist, sind um das Haus herum gekommen. In dieser Lage, obwohl wir alle Muslime sind, ja, ein Kind tut so etwas. Es ist ein Kind; bei ihm ist es nicht zu viel. Es ist ja ein Kind, aber bei der Mutter und dem Vater ist es zu viel.
Diese Mutter und dieser Vater werden sagen: Mein Sohn, nimm das, bring es dorthin zurück, wo du es herhast. Und weil dieses Kind weiß, dass seine Mutter und sein Vater nichts von draußen im Haus haben wollen, wird es nie wieder stehlen. Wie schön. Aber diese Mutter und dieser Vater halten es für Gewinn. Und sie (?) ihren Sohn. (?) Und so geht es mit der Generation (?) weiter.
Darum sagt Er: Allah liebt nicht die Sünder, die den Verrat zu ihrem Beruf gemacht haben. Allah, der Erhabene, hat Seine Gesetze gesandt, die den Menschen Leben geben. Menschen, die diese Gesetze überschreiten, sind Sünder.
Die menschliche Nafs handelt niemals im Sinne von Allahs Befehl. Sie will ihr Leben auch nicht so führen. Denn die Nafs wird nehmen, stehlen, klauen, für sich abzweigen, begehren, ausleben, jede Art von Laster und Schmutz begehren.
So wurde die Nafs erschaffen.
Aber der Geist
ist ihr Lenker.
Wenn dieser Geist über diese Nafs herrscht, gibt er ihr nicht, was sie verlangt. Er hält sie auf einem bestimmten Niveau. Er zeigt ihr die rechten Wege der Wahrheit und hält sie von den Wegen fern, die Satan und der Taghut zeigen; wenn er sie von diesen schlechten Wegen rettet, dann ist er ein vollkommener Mensch, der seine Nafs geläutert hat, ein Gläubiger, der die Barmherzigkeit seines Herrn erlangt hat.
Aber (?) solchen Regungen, ihren Begierden und Wünschen, wenn er sich beugt, wenn es ihm gefällt und er damit lebt, dann ist er ein Mensch, der bei Allah erniedrigt ist. Erniedrigt.
Nun
liegt die Entscheidung zwischen diesen beiden Wegen bei dir. Jeder Mensch hat Allah, dem Erhabenen, ein Versprechen gegeben. Ein Schicksal, eine Stufe. Zwischen diesen beiden Wegen, zwei Wegen, die Zustände der Nafs. Wenn du sie geläutert hast, hast du die Eigenschaft des Gläubigen erlangt. Wenn du sie nicht läutern konntest, taumelst du in dieser Welt mit Vermutungen, mit Zögern, mit Zweifeln umher.
Wer ist der Gläubige? Der Gläubige ist ein Mensch, der die Manifestationen kennt.
O Seele, die Ruhe gefunden hat. Sieh, wie schön Er das sagt. Die Nafs hat Ruhe gefunden. Wie hat sie Ruhe gefunden?
Ich sage es euch.
Ihre Nafs ist nicht zur Ruhe aufgestiegen, sie kennt die Manifestationen nicht.
Seht auf jene, die sagen, ich bin ein Gelehrter: Ich rufe eine Nafs an, die die Manifestationen nicht kennt, die keine Ruhe gefunden hat. Jene, die sagen, ich bin ein Gelehrter, jene, die sagen, ich habe arabische Grammatik,
alle Muslime rufe ich an. Wenn er nicht zur Ruhe aufgestiegen ist, ist dieser Mensch Muslim,
er hat Glauben, aber was die jenseitige Welt betrifft, ob er wieder auferstehen wird, ist er im Zweifel. Hodscha, wie kannst du das sagen? Wer hätte an so etwas Zweifel? Sag das nicht, frag dein Gewissen. Frag dein Gewissen.
Du hältst die jenseitige Welt für etwas wie einen Traum. Von Zeit zu Zeit gerätst du ins Zögern. Dein Glaube schützt dich. Du bist Muslim. Glaube an das Verborgene. An das Verborgene deines Herrn. Du hast an Seinen Zustand geglaubt, der in der Welt nicht sichtbar ist. Du bist eben Muslim. Dein Glaube schützt dich. Aber sag niemals: Ich habe Ruhe gefunden, solange du die Manifestationen nicht kennst. Es heißt ja: O Seele, die Ruhe gefunden hat. Sieh, Er sagt es nicht zu den anderen. Er sagt es zu der Nafs, die Ruhe gefunden hat. Und das ist der Mensch, der die Manifestationen kennt.
Und auch der, der die Manifestationen kennt, weiß Folgendes nicht: wenn er nicht höher aufgestiegen ist: Die Gelehrten und die Engel bezeugen Allahs Dasein. Auch das weiß er nicht.
Und auch jene, die dieses Wissen kennen, wissen Folgendes nicht, können es nicht wissen, Stufe um Stufe, das sind ja die Zustände der Nafs. Als Wir diese Welten erschufen, haben Wir Satan und (?) nicht zu Zeugen genommen; (?) wissen sie das auch nicht. Darum sagt niemals: Wir haben Ruhe gefunden; ihr alle seid im Zögern. Von Zeit zu Zeit ist es euer Glaube, der euch schützt; mit eurem Glauben und eurem Verstand bleibt ihr standhaft. Sonst, vergesst das nicht, seid ihr es nicht. Ja. Menschen, die edel und ehrenhaft erschaffen wurden, das edelste der Geschöpfe, die Allah, der Erhabene, zu Ansprechpartnern Seines Wesens gemacht hat, Menschen, die schändliche Verbrechen zu ihrem Beruf machen, werden sowohl unter den Menschen gemein als auch bei Allah zu Sündern.
Allah liebt solche sündigen Menschen nicht. Warum liebt Er sie nicht? O Mensch, Ich habe dich erschaffen, damit Mein Wesen erkannt wird.
Ich habe dir von Meinem Geist gegeben. Ich habe dich zum Ansprechpartner Meines Wesens gemacht. Ich habe die Welten für euch erschaffen. Hodscha, was sagst du da? Wurden die Welten für uns erschaffen? Ja. Das Siegel der Propheten, Muhammad (Friede sei mit ihm), Barmherzigkeit für die beiden Welten, Barmherzigkeit, das Siegel der Propheten, der Prophet: ve mâ erselnâke illâ rahmeten li'l-âlemîn, nicht wahr? Sind nicht auch wir aus seinem Geist? Ja. Was ich sage, sind immer Entsprechungen von Versen. Gebraucht nur euren Verstand; schreibt auf, was euch widersprüchlich erscheint, wie ich schon sagte.
Später werdet ihr verstehen, dass es die Wahrheit ist. Ja. Was steht da? Edel und ehrenhaft erschaffen: Es läuft immer darauf hinaus. Dorthin. Das edelste der Geschöpfe, die Allah, der Erhabene, zu Ansprechpartnern Seines Wesens gemacht hat; denn der Koran, Allahs Wort, wird den Menschen gegeben. Außer dem Menschen ist niemand Ansprechpartner des Wesens des Herrn. Ja. Es gibt auch die Dschinn. Auch sie werden mit ihren Sünden und ihrem Lohn zur Rechenschaft gezogen, so viel sie getan haben.
Menschen, die schändliche Verbrechen zu ihrem Beruf machen. O Mensch! Habe Ich dich dafür erschaffen? Habe Ich dich erschaffen, damit du die Menschen, deine Brüder, betrügst? Habe Ich dich erschaffen, damit du die Versorgung deiner Brüder, ihren Verdienst, ihre Frauen und Kinder hungern lässt und es selbst in Vergnügen und Genuss isst? Wenn Er das fragt, was wirst du antworten? Was wirst du antworten? Ja.
So werden solche Menschen sowohl unter den Menschen gemein als auch bei Allah zu Sündern. Allah liebt solche sündigen Menschen nicht. Auch der Verrat an einem anvertrauten Gut gehört zu denselben Vergehen. Der Verrat an einem anvertrauten Gut.
Gebt das Anvertraute seinem Eigentümer zurück, sagt Er. Ja. Was ist ein anvertrautes Gut? Ein Mensch ist in Bedrängnis. Er lässt bei dir einen Kessel, einen Kupfereimer, einen wertvollen Gegenstand aus seinem Haus als Pfand. Vielleicht. Gib mir dafür fünf Lira, zehn Lira, was auch immer, etwas Geld. Wenn ich dir dein Geld zurückgebe, gib mir meine Sache zurück. Wenn ich es nicht geben kann, soll meine Sache dir gehören.
Das ist ein anvertrautes Gut.
Wenn du ein Auge auf seine Sache wirfst und sie ihrem Eigentümer nicht gibst, hast du (?) Verrat am anvertrauten Gut. Das ist das eine. Ein Mann geht irgendwohin. Oder er vertraut jemandem Geld an. Oder er vertraut ihm eine Sache an. Er sagt: Ich brauche das nicht. Oder: Ich habe keinen Platz, um es aufzubewahren. Würdest du dieses Anvertraute an meiner Stelle aufbewahren?
Er gibt es zur Verwahrung. Wenn du dieses Anvertraute angenommen hast, gib es ihm bis auf den letzten Pfennig zurück. Bis auf den letzten Pfennig. Ein anvertrautes Gut darfst du nicht verwenden. Ich hatte früher Leute angestellt. Ich hatte einen Tresor. Der Mann, der bei mir arbeitete, sagte: Nimm du mein Geld und gib es mir später. Ich legte sein Geld in den Tresor; nicht einen Pfennig davon gab ich aus. Wann immer er wollte, ging er hin und nahm sein Geld von dort. Auch Mevlana soll es so gemacht haben. Wenn man ihm etwas zur Verwahrung gab, sagte er: Leg es dorthin, mein Sohn. In den Krug; wenn der Eigentümer es holen kommt, (?), sagte er.
Ja. So wird ein anvertrautes Gut seinem Eigentümer übergeben.
Einem Menschen wurde eine Sache anvertraut, und er hat dieses Anvertraute zerbrochen, verschüttet und beschädigt, oder er hat es geleugnet und für sich behalten. Jene, die solches Verhalten zu ihrem Beruf machen, sind bei Allah Sünder.
Ein Muslim ist der Mensch, vor dessen Hand, Lende und Zunge die Menschen sicher sein müssen.
Das ist ein edler Hadith des Propheten (Friede sei mit ihm). Wenn ein Muslim vor der Hand, der Lende und der Zunge eines Muslims nicht sicher ist, dann hat der Glaube dieses Muslims keine Vollkommenheit erlangt, sagt er. Das heißt, er hat keine Ruhe gefunden. Er ist kein Gläubiger geworden. Ja. Sie lassen sich nicht zu weltlichem Besitz herab und überschreiten Allahs Befehl nicht. Die Gläubigen. Für sie gibt es kein Zurück. Aus der Nafs al-Mulhima kehrst du zurück, aus der Nafs al-Lawwama kehrst du zurück, du fällst in die Nafs al-Ammara, du verlässt sogar die Religion. Aber in der Nafs al-Mutmainna gibt es für den Gläubigen kein Zurück.
Darum sagt Allah, der Erhabene, in einem Seiner Verse: Sag jenen gläubigen Frauen, jenen gläubigen Frauen, sie sollen ihre Augen vor dem Verbotenen hüten, sie sollen (?) bedecken bis zu ihren Krägen, sie sollen bedecken, was nicht gesehen werden soll, sagt Er. Wie schön. Er sagt das so, weil diese Gläubigen davon nicht ablassen werden. Hätte Er es zu den Muslimen gesagt und gingen die Muslime wie heute barhäuptig, wären sie, weil sie Allahs Vers zuwiderhandelten, Ungläubige geworden. Allah, der Erhabene, sagt es in der Sprache des Redens, um den Muslimen Leben zu geben, damit auch sie das Muslimsein leben, aber ihre Sünder, damit Er die, die Sünder sein werden, nicht aus dem Islam hinausdrängt, aus Seiner Barmherzigkeit sagt Er es so.
Um sie nicht aus dem Islam hinauszudrängen. Der Muslim wird seine Nafs nicht beherrschen können, wird den Kopf entblößen und ihre (?) zeigen. Auf diese Weise werden sie Sünder sein. Dass solche Menschen als Muslime ins Jenseits gehen, ist selten. Ja.