Al-Baqarah 245: Gibt es denn niemanden, der Allah eine schöne Leihgabe erbringt (demjenigen, der er es wünscht, zinslos etwas leiht), damit Allah ihm das mehrfach zurückgibt? Es ist Allah, der Reichtum und Armut gibt. Nur zu Ihm werdet ihr zurückgekehrt.

A. Metin Saruhan · 19. September 2016 · Al-Baqarah

Übersetzung

Gibt es denn niemanden, der Allah eine schöne Leihgabe erbringt (demjenigen, der er es wünscht, zinslos etwas leiht), damit Allah ihm das mehrfach zurückgibt? Es ist Allah, der Reichtum und Armut gibt. Nur zu Ihm werdet ihr zurückgekehrt.

Tafsir

Allah (swt) zeigt den Menschen die Wege zu den Türen der Rechtleitung und der Barmherzigkeit. Die Türen der Rechtleitung und der Barmherzigkeit bestehen darin, den Menschen zu helfen, ihnen in der Zeit der Not beizustehen, ihnen zinslos Geld zu leihen und ihre Not zu lindern. Wer diese Dinge tut, leiht Allah (swt), und Allah (swt) wird seine Belohnung um ein Vielfaches erhöhen und er wird vor Allah (swt) mit mehr belohnt werden. Allah (swt) sagt: "Wer Allah (swt) etwas leiht, damit Er es um ein Vielfaches zurückzahlen kann. Er erklärt, dass Er den Menschen, die sich in dieser Situation befinden, Barmherzigkeit erweisen wird.

Mit diesem Vers fordert Allah (swt) die Menschen auf, sich gegenseitig zu helfen, soziale Solidarität zu üben und die Bande der Liebe zwischen den Menschen zu stärken, indem sie sich gegenseitig helfen. Der Islam ist eine Familie. Der Islam ist Brüderlichkeit. Das Leben, der Besitz und die Ehre von Bruder zu Bruder ist haram.

Wenn im Islam jemand jemandem Geld leiht, weiß der Leihende, dass er, obwohl er es dem Bedürftigen leiht, eigentlich Allah leiht. Und wenn der Bedürftige das Geld erhält, weiß er, dass er es von Allah erhält, auch wenn er es von seinem Schuldner erhält, auch wenn er es der Person, von der er es erhalten hat, zurückzahlen wird.

Hier zeigt der Kreditgeber keine Überlegenheit gegenüber dem Gläubiger, weil er ihm Geld geliehen hat, und der Schuldner beugt seinen Hals nicht vor seinem Gläubiger. Dies ist ein Segen und eine Gunst Allahs für die Menschheit. Das ist die Schönheit des Islam. Dass es keine Diskriminierung zwischen den Menschen gibt.

Allah ist der Geber von Knappheit. Es ist Allah, der auch Überfluss gibt. Er kann Reichtum geben, wem Er will, und Er kann ihn wegnehmen, wem Er will, und ihn zur Armut verdammen. Allah, der Allmächtige, prüft uns mit uns.

Was im Video gesagt wird

Wenn wir in Sure Al-Baqara zu Vers 245 kommen:

Damit Er ihm das Vielfache dessen zurückzahlt, was er gab — gibt es keinen, der dem, der für Allah um ein schönes Darlehen bittet, ein zinsloses Darlehen gibt? Allah Allah. Wie schön. Sieh dir den Vers an. Ja.

Wir kommen dazu. Damit Er ihm das Vielfache dessen zurückzahlt, was er gab. Wenn ich zum Beispiel 50 Lira gegeben habe und das Vielfache von 50 Lira zu mir zurückkommt, gibt es keinen, der dem, der für Allah um ein schönes Darlehen bittet, ein zinsloses Darlehen gibt? Allah Allah. Allah ist es, der Knappheit gibt, und Allah, der Fülle gibt; nur zu Ihm werdet ihr zurückgebracht. Auch der Gebende ist Allah, und du leihst Allah. Was Er gibt, was unser Herr gegeben hat, das leihst du Ihm. Und mit Seiner Eigenschaft als Besitzer wird Er dir das Vielfache davon geben. Gibt es keinen für ein solches Geschäft, sagt Allah, der Erhabene; dir wird das Vielfache gegeben, sagt Er.

Sieh die Großzügigkeit unseres Herrn. Wie sehr Er die Menschen liebt. Um sie zur Rettung einzuladen, um sie zur Wahrheit einzuladen. Wie schön Er uns mit Seinen Versen den Weg weist. Allah, der Erhabene, zeigt den Menschen die Wege zu den Toren der Rechtleitung und Barmherzigkeit. Mit diesem Vers. Er lädt dich zur Wahrheit, zum Guten, ich meine, zur Barmherzigkeit ein. Und wenn du den Menschen, Seinen Geschöpfen, Barmherzigkeit erweist, wenn du einen muslimischen Bruder erfreust, dann hast du Allah etwas geliehen. Unser Herr wird es dir um ein Vielfaches zurückzahlen.

Die Tore der Rechtleitung und Barmherzigkeit sind, den Menschen zu helfen, in ihren schweren Zeiten bei ihnen zu sein, ihnen zinslos Geld zu leihen und ihre Nöte zu beheben. Wer dies tut, hat Allah geliehen, sodass Allah ihren Lohn vielfach vermehrt gibt; den Gegenwert dessen, was sie gaben, werden sie bei Allah reichlich vorfinden. Ja.

Allah, der Erhabene, sagt nicht: Arbeite und gib Mir, und Ich gebe dir Geld aus Zinsen.

Zu Meinen Geschöpfen — Allah, der Erhabene, sagt Folgendes: Meinen Geschöpfen bin Ich im Geben nicht (?), sagt Er.

Wen Er will, (?) Er mit Schätzen, wann Er will. Aber da wir in dieser diesseitigen Welt immer miteinander geprüft werden, ihr, um Meinet willen und mit dem Ziel, das Wohlgefallen eures Herrn zu erlangen, einem Diener, den euer Herr erschaffen hat, als Gegenleistung dafür, dass ihr um Allahs willen Almosen gebt, werden auch Wir euch das Vielfache im Jenseits vor Augen führen. In der diesseitigen Welt werden Wir euch aus vielen Nöten retten. Ja. Auch aus vielen Nöten.

Sie werden es reichlich bei Allah vorfinden. Allah, der Erhabene, sagt also: Damit es ihm vielfach zurückgezahlt wird, wer wird Allah etwas leihen?

Vielfach. Was sagt Er? Als Gegenleistung für das im Vers (?) geht es 1 zu 3, 1 zu 5, 1 zu 7, 10, 70, 100, es geht in Richtung 1 zu (?). Unser Herr hat die Taten an die Absicht gebunden. Das ist das Vielfache.

Er verkündet, dass Er auch die Menschen in diesem Zustand Seiner Barmherzigkeit teilhaftig werden lässt. Wenn Er das Vielfache gibt, werden sie Seine Barmherzigkeit erlangen. Ja. Im Vers liegt eine frohe Botschaft. Eine frohe Botschaft.

Mit diesem Vers lädt Allah, der Erhabene, die Menschen zur gegenseitigen Hilfe, zur sozialen Solidarität ein. Wie schön. Die Menschen, die Gläubigen sind Brüder. Ist ein Gläubiger an einem Ende der Welt und ein Gläubiger am anderen Ende, sind die beiden Brüder. Es ist nicht (?). Ich meine, diese sind bei Allah (?) an Allahs Gebote gebunden, Menschen, die ihre Stirn in derselben Niederwerfung vor dem Allerbarmer legen. Diese sind Brüder.

Damit also diese Brüder durch soziale Solidarität, durch gegenseitige Hilfe mit den Gaben der Welt Frieden finden und ihr diesseitiges Leben in Frieden verbringen, ist es ein Licht, das unser Herr uns vorgehalten hat. Mit Seinen Versen. Zugleich festigt es durch die gegenseitige Hilfe der Menschen die Bande der Liebe unter den Menschen. Der Islam ist also eine Familie. Der Islam ist Brüderlichkeit. Leben, Gut und Ehre des Bruders sind dem Bruder haram.

Wenn im Islam ein Mensch jemandem Geld leiht, dann weiß derjenige, der leiht, so sehr er auch dem Bedürftigen leiht, derjenige, der leiht, eigentlich, dass er Allah leiht. Und wenn der Bedürftige dieses Geld nimmt, so sehr er es auch von dem nimmt, dem er es schuldet, und auch wenn er seine Schuld der Person zurückzahlt, von der er es nahm, weiß er, dass er es von Allah empfangen hat. Warum? Hätte jene Person Allah nicht geliebt, hätte sie ihm nicht geholfen. Hier spielt sich der Verleiher nicht, weil er geliehen hat, gegenüber dem anderen auf. Und der Schuldner beugt seinen Nacken nicht vor seinem Gläubiger.

Das ist eine Gnade und Huld Allahs für die Menschen. Es ist die Schönheit der Religion des Islam. Dass es keine Unterscheidung zwischen den Menschen gibt.

Was immer du bist, welchen Rang du auch hast, solange du an Allahs Gebot gebunden bist, liegt der Vorrang der Menschen bei Allah. Ihre Stufen. Nicht durch deinen Rang auf Erden.

Des halb: Solange sich die Menschen von Allahs Geboten entfernen, fallen sie ins Netz des Nafs und des Satans. Die Welt erscheint ihnen verlockend, und diese Menschen entfernen sich von Allah. Zuerst fangen sie an, mit weltlichen Gütern zu prahlen. Dann, das Schlimmste: Sie werden mit diesen Gütern hochmütig gegeneinander und fangen an, sich überlegen zu geben.

Dann entstehen Klassenunterschiede unter den Menschen.

So wie die Juden die Freimaurerorganisation gründeten, wobei doch Allah, der Erhabene, alle Menschen gleich erschaffen hat. Den Menschen ist es freigestellt, mit ihrem eigenen Willen Allah zu kennen oder nicht. So zeigt sich der Vorrang der Menschen voreinander durch ihren Gehorsam gegenüber Allah, dem Erhabenen. Und das liegt bei Allah. Deshalb, wenn ich sage: Ich habe Vermögen auf Erden, ich bin sehr reich, und dann jenen Armen verachte, Gott bewahre, dann (?) Allah auch uns ins Verderben. Er umgibt die Menschen von unbekannten Seiten und bedrängt sie immer mehr, nimmt aus ihren Herzen den Frieden, und an seine Stelle treten Stress und Bedrückung.

Danach beginnt der Mensch, um sich aus diesem Stress und dieser Bedrückung zu befreien, auf sein Vermögen zu verzichten. Wie etwa? Er wendet sich dem Alkohol, dem Glücksspiel, Dingen wie Unzucht zu. So werden sie von unbekannten Seiten umgeben sein. Und eines Tages siehst du, ihr Vermögen ist zunichte, und die Erniedrigung hat sie am Kragen gepackt. Allah bewahre. Also: Vom Ärmsten bis zum Reichsten ist, was sie alle am Leib haben und was sie essen und anziehen, eine Gabe unseres Herrn an die Menschen. Wenn der Mensch es so weiß, gibt es keinen Vorrang unter den Menschen.

Und auch keinen Klassenunterschied. Der Vorrang unter den Menschen wird allein durch den Gehorsam gegenüber ihrem Herrn sichtbar. Durch ihren Gehorsam.

Nun könnte euch folgende Frage in den Sinn kommen.

Du könntest sagen: Aber Hodscha, wenn Allah, der Erhabene, im Vers sagt, sie seien wie Vierbeiner, die auf der Erde umherziehen, und ich die Eigenschaft des Menschseins erlangt habe, und sie außerhalb der Religion des Islam sind, bin ich, sind sie nun gleich — wenn man das sagt, fällt das nicht unter das Gesagte. Warum nicht? Solange er in diesem Zustand verbleibt, ist es klar. Solange er in diesem Zustand verbleibt, ist es klar. Wenn ich sage, unter den Menschen gibt es keinen Unterschied: Zwischen der Erschaffung der Muslime, der Muslime, oder der anderen Menschen gibt es keinerlei Unterschied.

Alle sind auf der Fitra des Islam erschaffen. Ihre Unterscheidung: Mit ihren eigenen Überzeugungen, mit den Taten, die sie aus ihrem Glauben heraus begingen, haben sie sich selbst ins Verderben gestürzt. Sie haben Allah den Rücken gekehrt. Natürlich, wenn du dich an die Seite dessen stellst, der Allah den Rücken kehrt, wirst auch du wie sie. Was heißt es? Wer ihnen folgt, ist wie sie. Dann, was sagt Er in einem Vers? Verspottet kein Volk. Das heißt, macht euch auch nicht lustig. Auch wenn er ein Ungläubiger ist. Vielleicht, sagt Er, bereut er und wird Muslim. Vielleicht, sagt Er, sind sie ein besseres Volk als ihr, sagt Er.

Ja. Geschieht das nicht? Wie viele Nichtmuslime sind Muslime geworden. Und wie viele sagen: Ich bin Muslim, und tun doch von dem, was jene, die aus Nichtmuslimen Muslime wurden, in der Religion tun, nicht (?). Deshalb, auf das, was ich sage, (?), beurteilt die Verse nicht nur von einer Seite. In den erhabenen Versen stützen sich alle gegenseitig. Sie stützen sich gegenseitig. Und urteilt man nach einem einzigen Vers, gerät der Mensch in Sackgassen. Also gibt es keine Klassenunterscheidung unter den Menschen. Aber wie ich vorhin sagte, liegt der Vorrang unter den Menschen bei Allah. Warum liegt er bei Allah?

Weil Allah, der Erhabene, weiß, wer von ihnen Ihm näher ist. Wir können es nicht wissen. Ja.

Allah ist es, der Knappheit gibt. Allah ist es, der Fülle gibt. Wen Er will, überhäuft Er mit Reichtum, wann Er will. Und wem Er will, nimmt Er im Nu, was Er will. Er verurteilt ihn zur Armut. Allah, der zu allem fähig ist, Allah, der zu allem fähig ist, prüft uns miteinander. Nun könntest du mir hier folgende Frage stellen. Hodscha, du sagst immer:

Die Menschen sehen im Gegenüber ihren eigenen Inhalt. Aber was sagst du hier? Wen Er will, überhäuft Er mit Reichtum, wann Er will. Und wem Er will, nimmt Er im Nu, was Er will. Er verurteilt ihn zur Armut, sagen wir. Allah, der Erhabene, behandelt doch niemanden so, jeder war in seinem eigenen Wunsch — so könntest du hier die Frage stellen. Nun, so wie Allah, der Erhabene, manche Worte im übertragenen Sinn sagt, im übertragenen Sinn. Zum Beispiel: Sie werden blind versammelt werden. Das heißt, selbst dort werden sie nicht glauben, obwohl sie Allah sehen. Das ist Blindheit. Ja. Übertragene Bedeutungen. Auch wir, für die Freiheit Allahs, des Erhabenen: dass Er tut, was Er will, was Er will.

Tut Er es? Er tut es. Auch in den Schicksalen der Menschen können wir es nicht wissen. Du siehst einen in Armut, und Er gibt ihm Wohlstand. Wenn es in seinem Schicksal liegt, lässt Er ihn auch aus diesem Wohlstand, in seinem Schicksal, durch eine Ursache in Armut fallen. Das ist, dass unser Herr über diesen Menschen, also über ihrem Schicksal, hilft, dass ihr Szenario sich abspielt. Das heißt, Allah, der Erhabene, erschafft die Ursachen, und der Mensch beweist, was für ein Mensch er ist. Ja, in den Bedeutungen hier, zusammen mit dem übertragenen Sinn, innerhalb der (?) Allahs, des Erhabenen, das Leben der Menschen — die gelebten Wesenszüge unserer Menschen in ihren Schicksalen — zum Ausdruck zu bringen: dafür sind die Worte, die wir gesagt haben.

Allah, der zu allem fähig ist, prüft uns hier miteinander. Ja.