Vortrag vom 23. September 2023

A. Metin Saruhan · 23. September 2023 · 2023

Was im Video gesagt wird

Schauen wir nach den Fragen – gibt es eine Frage?

Osman Emin Alkan, ein Mitglied, sagt: Friede sei mit Ihnen, Hodscha, wir versuchen, Sie kennenzulernen. Sie sind gerade in Amerika. Nicht wahr? sagt er. Ja.

Sagen wir Osman Efendi Folgendes.

Mich kennenzulernen

geht nicht darüber, wo ich bin, wo ich lebe oder in welchem Land ich bin. Mich kennenzulernen heißt: Hodscha, wer sind Sie? Von wem stammen Sie ab? Worauf geht Ihre Sippe zurück? Mit wem ist sie verbunden? Nicht wahr? Je mehr wir Sie kennen, desto schöner wäre es. Ja. Wenn du es so sagst, stelle ich mich dir vor. Ich bin ein Sayyid. (?) von Hazrat Husain. Meine Herkunft geht auf Hazrat Husain zurück. Ich bin ein Enkel von Imam Dschafar as-Sadiq. Meine Großväter kamen nach Kars. Die Ersten, die Kars aufgebaut haben. Nach dem Russischen Krieg gingen sie nach Bayburt. Von dort kam ein Teil nach Samsun.

Ich bin in Samsun geboren. Sieh, jetzt kennst du mich. Sieh, so lernt man jemanden kennen. Ob ich sonst in Frankreich, England oder Amerika bin – was nützt dir das? Den Menschen machen seine eigenen Eigenschaften und sein Wissen bekannt. Und in welchem Land sind Sie dann? Warum haben Sie mich gefragt, ob ich in Amerika bin?

Kam Ihnen etwa der Einfall, dass man das, was ich erkläre, wenn ich es in der Türkei erzählen würde, befremdlich fände, während man es in den Ländern draußen erlaubt – haben Sie deshalb gefragt? Oder sind Sie in Amerika? Das habe ich mich auch gefragt. Warum haben Sie so gefragt?

Ja. Wenn möglich, wenn Sie mir zuhören, antworten Sie; wenn Sie nicht zuhören, können Sie nach meinem Unterricht das Video noch einmal abspielen. Sie hören zu. Sie sagen mir: Ja, Hodscha, ich habe aus diesem Grund gefragt. Und so lernen auch wir Sie kennen. Dann kennen wir Sie. Wir kommen zu unserem Unterricht. Ömer Sefa (?) Friede sei mit Ihnen. Ich küsse (?) Hände. Das haben wir übersprungen. Ömer Sefa, Sefa, Sure Al-Isra, 64. Im Vers, 226. Seite 226. Seite 222–224 Seite 26, Sure Al-Isra Vers 64. Ja, 64. Bei diesem Vers sind wir stehen geblieben.

Wir lesen den falsch übersetzten Vers. „Verwirre mit deinem Ruf, wen von ihnen du kannst.“ Wer sagt das? Allah, der Erhabene, sagt es zum Satan. Sieh, was sagt er? „Verwirre mit deinem Ruf, wen von ihnen du kannst, mit deinen Reitern und deinen Fußtruppen überschütte sie mit Getöse, werde Teilhaber an ihrem Besitz und ihren Kindern, mache ihnen Versprechungen. Der Satan verspricht den Menschen nichts als Täuschung.“

Um das einen Vers zu nennen, bräuchte man tausend Zeugen. Tausend. Ja, eine Million Zeugen. Das ist doch kein Vers!

Allah befiehlt dem Satan. Pass auf. Jetzt wirst auch du verstehen. Er befiehlt dem Satan. Was sagt Er?

„Verwirre mit deinem Ruf, wen von ihnen du kannst.“ Du bist Allah, natürlich werde ich Deinen Befehl ausführen. „Verwirre mit deinem Ruf. Mit deinen Reitern und Fußtruppen überschütte sie mit Getöse.“ Ich mache es. Du bist mein Herr. Wenn Du es sagst, mache ich es. „Werde Teilhaber an ihrem Besitz und ihren Kindern.“ Gut. Das mache ich auch. Du bist der Satan. „Mache ihnen Versprechungen.“ Nun befiehlt Allah dem Satan so. Dann sieh, was es heißt. Er hat dem Satan befohlen. Was sagt Er? „Mache ihnen Versprechungen.“ „Der Satan verspricht den Menschen nichts als Täuschung“, heißt es. Diesmal spricht es vom Satan.

Einerseits sagt Er dem Satan, er soll das tun, andererseits straft Er Sein eigenes Wort Lügen. Er leugnet, was Er selbst gesagt hat. Was sagt Er? „Der Satan verspricht den Menschen nichts als Täuschung.“ Aber Du hast es doch befohlen. Du hast gesagt: Werde Teilhaber an ihrem Besitz und ihren Kindern. Du hast gesagt: Überschütte sie mit Getöse. Du hast gesagt: Gib ihnen, mein Herr, (?). Du hast dies und das gesagt. Wenn du nun Allah, dem Erhabenen, solche erfundenen Worte zuschreibst, den Vers nach deinem unsinnigen Verstand, wie man einen Menschen verleumdet, wenn du Allah verleumdest, (?) (?), hier heißt es (?): verspricht nichts als Täuschung. Und passen diese Worte nun zueinander?

Passen sie denn? Passt das zu einem Menschen? Ein Mensch sagt so etwas nicht, ein Mensch. (?). Ich sage: Ahmet Efendi, Ahmet Efendi, mach mit diesen so und so, so und so. Mach es. Ahmet Efendi steht unter meinem Befehl. Er tut es. Dann sage ich ihnen über das Getane: Der Satan – oder Ahmet Efendi – sagt euch nichts als Lügen. Oder er sagte, was ich gesagt habe, sagte es. Er hat euch gesagt, was ich gesagt habe. Dann habe ich euch ja die Lüge erzählt. Verstehe ich das falsch? Ist es nicht so? Ist das nun ein Vers?

Sieh jetzt. „Er verwirrt mit seinem Ruf, wen von ihnen er kann.“

Aduvvallâhi ve aduvveküm. Eure Feinde und Allahs Feind. Einer unserer Feinde ist der Satan. Der Satan ist euer Feind, heißt es. Dann übersetze den Vers richtig. Sieh, was er sagt. „Er verwirrt mit seinem Ruf so viele er kann, wen von ihnen er kann.“ Er ist ja mein Feind. Er konnte es. (?) Sieh, wie schön. Das stützt es jetzt. Ein Vers stützt den anderen. Aber wenn er gut Türkisch kann – wenn er die Bedeutung des Türkischen nicht versteht, sag ihm, was du willst. Was sagt er?

(?) „Er verwirrt mit seinem Ruf, wen von ihnen er kann. Mit seinen Reitern und Fußtruppen überschüttet er sie mit Getöse. Er wird Teilhaber an ihrem Besitz und ihren Kindern. Er macht ihnen Versprechungen. Der Satan verspricht den Menschen nichts als Täuschung.“ Sieh, wie schön. Allah warnt uns. Mein Herr warnt uns. Kann denn ein Vers so sein?

Ja.

Deshalb sagen sie, auch in eurem Buch gebe es Aberglauben. Sie haben recht.

Sie sagen, Allah würde so etwas nicht sagen. Sie haben recht. Denn das sind falsch übersetzte Verse.

Dieser Vers ist völlig falsch übersetzt. Allah möge uns bewahren. Die solche Verse erklären – im falsch übersetzten Vers verflucht unser Herr die Menschen. Mein Lieber, Er spricht den Fluch zum Satan. Er befiehlt dem Satan: Mach dies mit den Menschen, mach das, mach jenes. Ist das kein Fluch? Das ist ein Fluch.

Wenn also unser Herr zum Satan sagt: Verwirre mit deinem Ruf, wen von ihnen du kannst, mit deinen Reitern und Fußtruppen überschütte sie mit Getöse, werde Teilhaber an ihrem Besitz und ihren Kindern, mache ihnen Versprechungen – und wenn der Satan den Befehl unseres Herrn ausführt, warum wurde er dann verflucht? Ja, warum wurde er verflucht? Die richtige Übersetzung des Verses lautet: „Er verwirrt mit seinem Ruf, wen von ihnen er kann; mit seinen Reitern und Fußtruppen überschüttet er sie mit Getöse, er wird Teilhaber an ihrem Besitz und ihren Kindern, er macht ihnen Versprechungen.“ Ihre Bedeutungen erklären wir nicht; die Bedeutungen stehen im Tafsir. Man geht und liest den Tafsir.

Auch im Tafsir haben wir ihre Bedeutungen erklärt; das Video kann man anhören. Wir korrigieren nur die Fehler in den Fußnoten – die beim Übersetzen der Verse in den Fußnoten gemachten Fehler. Ja.

Mit dir habe ich nichts zu tun, bleib du dort. Sure Al-Isra, wir sind bei Vers 67. „Wenn euch auf dem Meer ein Unglück trifft, verschwinden alle, die ihr außer Ihm anfleht“, das heißt, ihr fleht niemanden außer Allah an, heißt es. Auch hier liegt eine sehr tiefe Bedeutung. Was verstehst du? „Alle, die ihr außer Ihm anfleht, verschwinden.“ Um das zu erklären, braucht es einen tapferen Mann. Ich sage wirklich: einen tapferen Mann.

Das kann nur ein Mensch erklären, der die Welt von Lahut sieht.

In der Welt von Lahut weiß jeder, dass er von einem Herrn erschaffen wurde. Dort verschwinden die Götter, die er erfand, die ihr mit euren Händen machtet und (?), heißt es. In jener Welt von Lahut bleibt niemand außer dem, der ihn erschaffen hat, heißt es. Und das ist Allah. Das ist die Bedeutung davon.

Ja.

„Alle, die ihr außer Ihm anfleht, verschwinden“, heißt es.

„Wenn Er euch rettet und an Land bringt, kehrt ihr wieder zu eurem alten Zustand zurück; der Mensch ist sehr undankbar.“

Ja.

Du musst unbedingt jene Welt von Lahut sehen.

Du musst wissen, dass unser Herr uns dort angesprochen hat. Dann musst du wissen, dass Er mit uns einen Bund geschlossen hat.

Wenn du das nicht weißt, kannst du die Bedeutungen dieser Verse nicht verstehen. Unmöglich. Du kannst nur nach Gutdünken etwas sagen.

„Wenn euch auf dem Meer ein Unglück trifft, verschwinden alle, die ihr außer Ihm anfleht. Wenn Er euch rettet und an Land bringt, kehrt ihr wieder zu eurem alten Zustand zurück.“ Bis hierher ist es richtig. Danach beginnt der Fehler. Was sagt die falsche? „Der Mensch ist sehr undankbar.“ Dabei erschafft Allah, was Er erschafft, fest und schön. Konnte Er dann keinen einzigen aufrechten Menschen erschaffen, und wenn diese Menschen, die Er nicht aufrecht erschaffen konnte, so handeln, warum lud Allah Seine eigene Schuld den Menschen auf? Nicht wahr? Was heißt es? „Der Mensch ist sehr undankbar.“ Sind auch die Propheten undankbar?

Wie kannst du das so übersetzen? Auch die Propheten sind Menschen.

Wir haben euch einen Propheten aus euren eigenen Reihen gesandt, heißt es. Von eurer Art haben Wir ihn gesandt, heißt es.

In Sure Al Imran, Vers 81, schloss Allah, der Erhabene, mit den Propheten einen Bund. Er nahm ihnen ein Versprechen ab.

Den Propheten sandte Er als Barmherzigkeit für die Welten. Durch die Propheten ließ Er alle Propheten die Menschen zur Wahrheit rufen. Sind alle Menschen undankbar?

Solche Menschen sind sehr undankbar. Menschen dieser Art sind sehr undankbar. Solche Menschen. Hier wird also unterschieden. Nicht alle. Wenn sie die Bedeutungen der Verse nicht kennen, schreiben sie Allah, dem Erhabenen, Eigenschaften zu.

Falsch übersetzt ist in diesem Vers diese Stelle. „Der Mensch ist sehr undankbar.“ Richtig: „Solche Menschen sind sehr undankbar.“ Also auf dem Meer, in der Dunkelheit jener Nacht, Welle auf Welle. Das Schiff droht zu sinken. Stockdunkel. Du siehst fast deine Hand nicht, wenn du sie ausstreckst, heißt es. In so einer Lage, heißt es, ist alles außer Allah fort. Du flehst Ihn an. Und wenn du herauskommst, kehrst du zu deinem alten Zustand zurück, heißt es. Menschen, die so handeln, sind sehr undankbar.

Jetzt erzähle ich dir etwas, das wirklich geschehen ist.

Ich bin auf dem Schoß meiner verstorbenen Mutter.

Meine verstorbene Mutter fährt von Rize nach Samsun. Mit dem Dampfer.

Auf dem Meer kommt eine Welle auf.

Das Schiff droht zu sinken. So eine große Welle.

Der Kapitän – die Boote nannte man „Filika“. Meine Mutter wurde seekrank, und ich bin an Deck, sagt sie. Ich bin mehr oder weniger von Sinnen, sagt sie. Ich höre die Stimme des Kapitäns, sagt sie. Lasst die Rettungsboote zu Wasser! Lasst die Rettungsboote zu Wasser! Und ich flehte Allah an, sagt sie. Mein Allah, wenn ich hier herauskomme, lebend herauskomme, Land betrete, (?) dem Chidr werde ich fünf Kuruş geben. Fünf Kuruş waren damals gutes Geld. In dem Moment, sagt sie, leuchtete am Mast des Schiffes ein Licht auf. Und der Kapitän sagte: Wir sind gerettet, wir sind gerettet, sagt sie; das Meer wurde spiegelglatt, sagt sie. Wir gingen hinauf.

Wir vergaßen das Versprechen. Die fünf Kuruş gaben wir nicht. Jetzt komme ich ins Spiel. Ich bin noch ein Kind. Etwa neun. Etwa acht. Nein. Ich bin etwa neun. Denn nein. Mit neun starb mein Vater. Etwa acht. Ich bin sieben, acht.

Ein kleiner, stämmiger Mann. Eine Satteltasche auf dem Rücken. Einen Stock auf der Schulter. Die Tasche hängt auf seinem Rücken. Er kam und klopft an die Tür. (?) klopft so. Ich sagte: Onkel, was willst du? Er sagte: Deine Mutter schuldet mir fünf Kuruş, sie soll sie geben. Sie hat sie mir versprochen, sie soll die fünf Kuruş geben, sagte er.

Ich sagte: Onkel, warte hier, meine Mutter ist bei den Nachbarn gegenüber, ich sage es ihr und komme.

Ich rief meine Mutter, sie kam und sagte: Ich schulde niemandem etwas, was (?). Wir sahen den Mann nicht mehr. Er war gegangen. Am Abend erzählte sie es meinem Vater. So und so ist es geschehen, sagte sie. Mein Vater sagte: Das stimmt, denk gut nach. Hast du jemandem Geld versprochen? Nein, sagte sie. Es kommt doch niemand, sagte sie. Wem sollte ich etwas versprechen? Etwas Zeit verging; ich erinnere mich ein wenig. Sie ruft: „Mann!“ Meine Mutter – mein Vater sagte: Was ist? Früher sprachen Frauen den Namen ihres Mannes, also ihres Gatten, nicht aus. Sie ruft: „Mann!“ Was ist, sagte er. Ich habe mich erinnert, sagte sie. Als wir übers Meer kamen, gerieten wir in eine Welle.

Ich hatte Chidr fünf Kuruş versprochen, sagte sie. Ach, sagte er. Dann war der, der an die Tür kam, Chidr, sagte er. Und was machen wir jetzt? An seiner Stelle, sagte er, geben wir jemandem fünf Kuruş. Das also sind die, die aus jener Welle gerettet wurden, die herauskamen – sieh, nicht alle. Der Mensch ist nicht sehr undankbar. Wir erzählen, was wir erlebt haben, selbst erlebt. So falsch übersetzt man keinen Vers. Solche Menschen sind sehr undankbar. Ja.

Falsch übersetzt im Vers: „Der Mensch ist sehr undankbar.“ Richtig: „Solche Menschen sind sehr undankbar.“ Unser Herr erschuf die Menschen als edelste Geschöpfe. Also als die ehrlosesten – als die ehrenvollsten der Geschöpfe erschuf Er sie. Außerdem: lekad halaknel insâne fî ahseni takvîm. Ich habe den Menschen in schönster Gestalt erschaffen, verkündet Er. Wenn trotzdem, wie im falsch übersetzten Vers gesagt, „der Mensch ist sehr undankbar“ gesagt wird, hat Er dann alle Menschen, die Er so edel und in so schöner Gestalt erschuf, als undankbar erschaffen?

Das trägt die Bedeutung, dass Er keinen einzigen Menschen mit aufrechtem Charakter erschaffen konnte, wodurch man unserem Herrn Eigenschaften zuschreibt. Unser Herr ist frei von mangelhaften Eigenschaften. Unser Herr gab den Menschen einen Teil von Seinem Geist. Er ließ die Menschen auch frei in ihrem eigenen Willen. So schloss Er mit den Menschen bei Qalu Bala einen Bund. Was jeder von unserem Herrn erbat, so ließ er sein Schicksal selbst schreiben. Die Menschen wurden in drei Klassen geteilt. Die der Rechten, die der Linken und die Klasse der Muqarrabun.

Da die Menschen also für das verantwortlich sind, was sie mit eigenem Willen tun, gibt es unter ihnen Gute und Schlechte. Du kannst nicht alle diese Menschen in die schlechte Kategorie stecken. Niemand kann unserem Herrn die Schuld geben und sagen, der Mensch sei sehr undankbar. Die richtige Übersetzung dieses Verses: Solche Menschen sind sehr undankbar.

Nicht alle Menschen sind undankbar. Unter den Menschen gibt es Propheten, Heilige, Gelehrte und Märtyrer und Märtyrer.

Sind auch sie undankbar?

Unsere Redeweise mag unter Menschen vielleicht gelten, doch vor Allah gilt unsere Rede so nicht.

Damit wir nicht einmal vor dem Gesetz falsch reden, verteidigt dich nach dem (?) Gesetz ein Anwalt. Ein Anwalt. Nun, du wirst dein eigener Anwalt sein. Über deinen Herrn wirst du als sehr erhaben und frei von mangelhaften Eigenschaften sprechen, mit großer Achtsamkeit in deiner Rede. Du wirst Allah keine Eigenschaften zuschreiben.

Sure Al-Isra, Vers 70 – da sind wir angekommen; übrigens können unsere Zuhörer ihre Fragen stellen. Wir lesen den falsch übersetzten Vers. 70. Vers, Sure Al-Isra: „Wir haben die Kinder Adams wahrlich zu Trägern von Ruhm und Ehre gemacht.“ Sieh jetzt: Was sagte er vorhin, was sagt er jetzt? Was ich sage, stützt also immer die Verse; ein Vers stützt den anderen. Passt das nun zu dem, was er vorhin sagte? Er sagte, alle Menschen, Allah – alle seien undankbar. „Wir haben die Kinder Adams wahrlich zu Trägern von Ruhm und Ehre gemacht.“ Auch hier liegt eine sehr große Bedeutung. (?) Allah gab allen Menschen einen Teil von Seinem Geist.

Und Er erschuf die Menschen als einen Teil Seines Wesens. Er ließ die Menschen frei in ihrem eigenen Willen. Wer Allah mit seinem Willen den Rücken kehrte, blieb ohne Ruhm und Ansehen. Allah sagt in einem Vers: Wenn ihr Ruhm, Ansehen und Würde sucht – Ruhm, Ansehen und Würde sind bei Allah. Also: Ich gab euch einen Teil von Meinem Geist. Ich habe euch nicht von Meinem Wesen getrennt. Seid auch ihr dieses Ruhmes und dieser Ehre würdig: seid Mir Diener und dem Propheten, den Ich sandte, eine Gemeinde, damit Ich euch mehr gebe, als Ich euch versprach, sagt Er. Sieh, wie schön. Solchen Ruhm und solche Ehre hat Er erschaffen.

Mit Seinem Wort ist es nicht zu Ende. Hier geht man tiefer. Es gibt noch Tieferes. Ja. „Wir trugen sie mit verschiedenen Mitteln über Land und Meer. Wir gaben ihnen gute Versorgung. Und Wir erhoben sie wahrlich über viele von denen, die Wir erschufen“, heißt es. Nun ändern sich hier die Bedeutungen. Einmal sagt er so, einmal so. Wenn es heißt, Wir erhoben sie über viele unserer Geschöpfe, gibt es dann etwa Geschöpfe, die über uns stehen? Unter den Geschöpfen. Dabei ist unter den Geschöpfen das edelste Geschöpf, also das ehrenvollste Wesen – der Grund ist, dass Er dem Menschen von Seinem Geist gab; außer dem Menschen gibt es kein ehrenvolles Wesen.

Doch über die Menschen, die diese Ehre nicht erlangen – Allah, der Erhabene, über die, die dieser Ehre den Rücken kehren: Sie sind wie Vierbeiner, die auf der Erde umherziehen, sagt Er. Ja.

„Wir haben die Kinder Adams wahrlich zu Trägern von Ruhm und Ehre gemacht“, heißt es. Jetzt lesen wir die richtige Fassung. „Wir trugen sie mit verschiedenen Verkehrsmitteln über Land und Meer. Wir gaben ihnen gute Versorgung. Und unter den Menschen, die Wir erschufen, sind einige vielen wahrlich überlegen.“

Ach, und was sagt er? „Und Wir erhoben sie wahrlich über viele von denen, die Wir erschufen.“ Also über viele von denen, die Wir erschufen. Er erschuf 17.000 Welten. In den 17.000 Welten gibt es Katzen, Hunde, Ameisen, (?), Ameisen, alles Mögliche, Schlangen, Affen, und so weiter, du kannst sie nicht zählen, 17.000 Welten. Fische aller Art, Vögel in der Luft, (?) Länder, Tiere an Land, Geschöpfe im Meer, alles Mögliche. Sind etwa manche von ihnen den Menschen überlegen? Sieh hier: „Und Wir erhoben sie wahrlich über viele von denen, die Wir erschufen.“ Dabei: „Und unter den Menschen, die Wir erschufen“ – in Klammern, denn das ist die Bedeutung – „sind einige vielen wahrlich überlegen.“ Also sind die Menschen einander wahrlich überlegen, heißt es.

Wo liegt die Überlegenheit? Einer von zwei Wegen: einer ist der Weg zur Hölle, einer der Weg zum Paradies. Die zur Hölle gehen, stehen gegenüber denen, die ins Paradies gehen, tiefer. Sie, die im Paradies, sind überlegen. Unter ihnen gibt es höhere Stufen, Grad um Grad. Es gibt sieben Paradiese. Das achte ist Maqam Mahmud. Es ist dem Propheten (Friede sei mit ihm) vorbehalten. Die Hölle hat sieben Schichten. Wenn die Menschen einander wahrlich überlegen sind – von sieben Paradiesen – nach dem Zustand der sieben Nafs gibt es sieben Paradiese. Nefs-i emmare, nefs-i levvame, nefs-i mülhime, nefs-i mutmainne, nefs-i raziye, nefs-i marziye, nefs-i safiye.

Danach gibt es Paradiese. So sind sie einander überlegen. Wonach? Die durch ihren Glauben an Allah einen sehr schönen Bund gaben. Sonst hat Allah sie nicht einander überlegen erschaffen.

Ja. Woher sollen diese die Bedeutung kennen, um den Vers zu übersetzen?

Falsch übersetzt ist in diesem Vers diese Stelle. „Wir erhoben sie wahrlich über viele von denen, die Wir erschufen.“ Richtig: „Unter den Menschen, die Wir erschufen, sind einige vielen wahrlich überlegen.“ Wer den Vers Allahs, des Erhabenen, so übersetzt, hat von den Versen unseres Herrn keine Ahnung. Wenn der falsch übersetzte Vers sagt: „Wir erhoben sie wahrlich über viele von denen, die Wir erschufen“, gibt es dann Wesen, edler und ruhmreicher als die Menschen, dass es heißt: „Wir erhoben sie über viele von denen, die Wir erschufen“? Dabei wurden die Menschen im Vers unseres Herrn über die Welten ehrenvoll erschaffen. Denn in den Menschen ist als ein Teil unseres Herrn der Geist.

So sind die Menschen mit der Eigenschaft des Wesens ausgestattet. Der Bedeutung nach sagt dieser Vers: Viele Menschen sind einander im Glauben überlegen. Die richtige Übersetzung des Verses lautet: „Und unter den Menschen, die Wir erschufen, sind einige vielen wahrlich überlegen.“ Hier haben wir euch die Bedeutung erklärt und euch die richtige Fassung des Verses so dargelegt, in den Fußnoten. Hätte ich auch diese Stelle so erzählt, wie ich es erzählt habe, hätte ich euch auch hier die Bedeutung dieser Verse eröffnet, die im Tafsir steht. Geht und lest es. Warum, warum wurde der Vers hier falsch übersetzt?

Welche ist hier die Fußnote des falsch übersetzten Verses? Wir sagen es kurz.

Ja. Sure Al-Isra, Vers 83; wir lesen die falsche Übersetzung: „Wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen, wendet er sich ab und weicht aus; und wenn ihn Schaden und Verlust berühren, verfällt er völlig der Verzweiflung.“ Nicht einmal ein anständiger Mensch redet so; wenigstens würden wir hier sagen: Mensch, Allah hat dir diese Gnade gegeben, und du kehrst Allah den Rücken und gehst; Mensch, wenn du einen Schaden erleidest, richtest du dich wieder zugrunde. (?) – so würde ein Mensch reden. Wie kannst du so etwas über Allah sagen? Allah sagt das zu Allah. Allah sagt das zu den Menschen.

Was soll Er sagen? „Wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen, wendet er sich ab und weicht aus.“

Dankt denn kein einziger Mensch? Demnach.

Hz. Hiob (Friede sei mit ihm) lag vierzig Jahre in Wunden und sagte doch: Kennt mein Herr meinen Zustand nicht? Er schämte sich, Ihn zu bitten, schämte sich, um Gesundheit zu bitten – Hz. Hiob (Friede sei mit ihm).

Dankt Ihm denn niemand? (?), heißt es. Hz. Abraham (Friede sei mit ihm) gibt Er immer wieder. Wenn du undankbar bist, dann kürze Ich es, sagt Er. Ich kann nicht undankbar sein, sagt er. Dann gebe auch Ich, sagt Allah, der Erhabene. Wie kannst du diesen Vers so übersetzen? Mit Arabischkenntnissen allein geht das nicht. Ja. Du kannst Allah keine Eigenschaften zuschreiben. Wenn du Allah so verleumdest – wer sagt, Allah habe dies gesagt, obwohl Allah es nicht gesagt hat, heißt es, der wird in der Hölle der Strafe ausgesetzt, heißt es. Ja. Sie bereiten ihren Platz in der Strafe, heißt es.

Dabei: „Wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen, wenden sich viele manchmal ab und weichen aus. Und wenn ihn Schaden und Verlust berühren, verfallen wieder viele völlig der Verzweiflung.“ Sieh, wie schön. Gibt es das nicht? Doch. Warum sagen Sie nicht „wenige“, sondern „viele“, Hodscha?

Auch das gibt es. Das kannst du auch fragen. Fragst du nicht? Wie groß ist die Weltbevölkerung heute? 7,5–8 Milliarden.

Wie viele Millionen Menschen gibt es? Wie viele Milliarden Muslime? 2,5 Millionen, 3 Millionen? 3 Milliarden, so etwa?

Na, sind das hier nicht „viele“?

Und wenn du eine Bedeutung erklärst, musst du die Bedeutung mit Blick auf den Zustand der Menschen, die Allah erschuf, erklären. Was sagt er hier? Seit der Schöpfung ist es so. Seit wir auf die Welt kamen. Seit unserer Erschaffung. Denn die der Linken sind sehr viele. Ja.

Nun könntest du mir so eine Frage stellen. Natürlich fragst du, wenn du Wissen hast. Wenn du Wissen hast – sonst kannst du nicht fragen. Hodscha, es gibt einen Hadith des Propheten. „Heiratet und vermehrt euch; ich werde mich der großen Zahl meiner Gemeinde rühmen“, sagt er.

Der Hadith – aber wir heiraten ja jetzt nicht. Als er sagte, heiratet und vermehrt euch: Im Vergleich zur Gemeinde von Hz. Mose sind wir viele.

Im Vergleich zur Gemeinde Davids (Friede sei mit ihm) sind wir viele. Denn der Psalter kommt. Die Gemeinde von Hz. Jesus ist zahlreicher als wir. Nennen wir sie nicht seine Gemeinde. Die Gemeinden derer, die ihn verleumdeten und Allah (?), sind zahlreicher. Sie haben sich abgespalten. Die Gemeinde des Propheten ist im Vergleich zu all jenen Gemeinden groß. Doch in dem Land, in dem wir leben, in dieser Zeit, in unserer Zeit, gibt es viele Nichtmuslime. Deshalb heißt es hier: Und wenn ihn Schaden berührt, verfallen wieder viele völlig der Verzweiflung. Wir werden hier also sagen: von den Ungläubigen; denn Allah, der Erhabene – Nichtmuslime; (?) die Unseren, damit sie nicht gekränkt sind, wenn man sie Ungläubige nennt, sagen „Nichtmuslime“. Ich sage, was der Vers sagt.

Ungläubige. Warum sage ich Ungläubiger? Er glaubt nicht an den letzten Propheten, den Allah gesandt hat. Wenn er nicht an den Koran glaubt, der unter den vier Büchern ist, die Allah sandte, sind diese Ungläubige, heißt es. Ich sage Ungläubiger gemäß dem Vers Allahs, des Erhabenen; danach sage ich es. Das sind Ungläubige. In dieser Zeit gibt es viele Ungläubige. Deshalb sage ich hier: Wieder verfallen viele völlig der Verzweiflung. Denn Allah, der Erhabene, sagt in einem Vers Folgendes. Wenn du mich fragst: Hodscha, leugnen alle, die in Verzweiflung verfallen, Allah? Dann zeige ich dir diesen Vers.

Ihre Herzen sind unruhig und zerstreut, heißt es. Sie sind also fern vom Gedenken an Allah. Ich habe gesagt: Dieser Vers ist von Anfang an falsch übersetzt. Richtig ist das grün Markierte. Sie haben diesen Vers mit demselben Verständnis übersetzt wie Sure Al-Isra, Vers 67. Ich habe gesagt: Wir kopieren es hierher. Diesmal kopieren wir jene Stelle. Unser Herr erschuf die Menschen als edelste Geschöpfe. Also erschuf Er sie als die ehrenvollsten der Geschöpfe. Außerdem: lekad halaknel insâne fî ahseni takvîm. Also: Ich habe den Menschen in schönster Gestalt erschaffen, verkündet Er. Wenn trotzdem, wie im falsch übersetzten Vers gesagt: Wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen, wendet er sich ab und weicht aus.

Und wenn ihn Schaden und Verlust berühren, verfällt er völlig der Verzweiflung – wenn das gesagt wird, die so edel und in so schöner Gestalt erschaffenen Menschen – alle Menschen hat Er als undankbar erschaffen. Das trägt die Bedeutung, dass Er keinen einzigen Menschen mit aufrechtem Charakter erschaffen konnte; wenn solche Koranverse so übersetzt werden, schreibt man unserem Herrn Eigenschaften zu. Unser Herr ist frei von mangelhaften Eigenschaften. Unser Herr gab den Menschen einen Teil von Seinem Geist. Er ließ die Menschen frei in ihrem eigenen Willen. So schloss Er mit den Menschen bei Qalu Bala einen Bund.

Was jeder von unserem Herrn erbat, so ließ er sein Schicksal selbst schreiben. Die Menschen wurden in drei Klassen geteilt. Die der Rechten, die der Linken und die Klasse der Muqarrabun. Da die Menschen also für das verantwortlich sind, was sie mit eigenem Willen tun, gibt es unter ihnen Gute und Schlechte. Du kannst nicht alle diese Menschen in die schlechte Kategorie stecken. Niemand kann unserem Herrn die Schuld geben und sagen: Der Mensch – wenn Wir ihm Gnade erweisen, wendet er sich ab und weicht aus – das kann niemand sagen. Die richtige Übersetzung dieses Verses: Wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen, wenden sich viele von Uns ab und weichen aus.

Wenn ihn Schaden und Verlust berühren, verfallen wieder viele völlig der Verzweiflung. Unter den Menschen gibt es Propheten, Heilige, Gelehrte und Märtyrer. Wenn den Menschen von unserem Herrn, den Menschen von unserem Herrn eine Gnade gegeben wird, kehren nicht alle den Rücken und gehen, und wieder verfallen nicht alle der Verzweiflung. Sie ergeben sich unserem Herrn.

Ja. Allah, der Erhabene, sagt in einem Vers so schön.

Jetzt fällt es mir nicht ein. (?) – so schön sagt Er es.

wenn du müde bist, steh auf und arbeite weiter; jeder Abstieg hat einen Aufstieg, jeder Aufstieg einen Abstieg. Ja, verfalle nie der Verzweiflung, heißt es schön; wie kannst du hier, indem du es Allah zuschreibst, die Menschen in Verzweiflung stürzen – alle?

Sure Al-Isra, Vers 97 – da sind wir. Jetzt, mal halt. Den Vers haben sie falsch übersetzt; von Anfang an wurde der Vers falsch übersetzt. Danach haben sie diesen Vers immer weiter bestätigt. Die diesen Fehler immer weiter bestätigten, schrieben Allah immer weiter Eigenschaften zu. Sie verleumdeten Allah immer weiter. Aus eigenem Stolz und Hochmut, aus eigenem Verständnis: „Ich habe den Vers so übersetzt, so war er; dieser wird so übersetzt, aber zu dem Vers, den ich übersetzt habe, steht er im Widerspruch; also muss ich ihn auch so übersetzen“ – und die ihren Stolz und Hochmut über alles stellen: Menschen, die sich nicht scheuen, Allah, den Erhabenen, zu verleumden.

Einen anderen Weg gibt es nicht. Sieh, was er sagt. „Wen Allah rechtleitet, der ist es, der den rechten Weg findet“, heißt es. Was hat Er getan? Wen Allah rechtleitet – Allah erschuf, unterschied zwischen Seinen Dienern. Du, du, du – du gehst dorthin; du und du kommt hierher. Sieh, es bedeutet: Euch dort erschuf Er fürs Paradies, euch für die Hölle. Und Allah unterscheidet zwischen den Dienern, die Er erschuf. Wen Er rechtleitete, der steigt auf. Er stuft sie im Paradies in Grade ein. Und die anderen stürzt Er in die Hölle, oder vielmehr in Graden. Passt das zu Allahs Gerechtigkeit?

Ja.

„Wen Allah rechtleitet, der ist es, der den rechten Weg findet.“ Der findet den rechten Weg. Das lesen sie. Hätte Allah mich so erschaffen, wäre ich auch aufrecht, sagt man. Sie sagen es ja so schön. Auf wem liegt die Schuld dafür? Auf dem, der es so übersetzt.

Auf dem, der diese Verse so übersetzt. Die Schuld liegt bei ihm. Ja.

„Und wen Er von der Rechtleitung fernhält, für die findest du keine Freunde außer Allah.“

Dann sagt der Mensch diesmal zu Allah: Ich glaube Dir nicht.

Wäre Allah so ein Allah, würde ich nicht an Allah glauben. Ja, es gibt einen Allah, aber dieser Allah urteilt nicht gerecht. Er diskriminiert. Er unterscheidet zwischen Seinen Dienern.

Warum soll ich beten? Ich bete nicht. Warum? Ich glaube nicht an Allah. Ich glaube Seinem Wort nicht. Dem Wort Allahs. Warum glaube ich nicht? Sieh jetzt. Bei diesem Vers glaubt niemand. Bei diesem Vers glaubt man nicht an Allah. „Wen Allah rechtleitet, der ist es, der den rechten Weg findet.“ Wen Er rechtleitet – manche hast Du zu Propheten gemacht. Manche zu Heiligen. Manche zu Gelehrten. Mich hast Du also zum Trinker gemacht, zum Spieler. Was sagt er? „Und wen Er von der Rechtleitung fernhält“ – mich hast Du auch ferngehalten, mich hast Du zum Trinker, Spieler, Dieb, Betrüger, Mörder gemacht.

War ich nicht der, den Du erschaffen hast? Warum hast Du mich so erschaffen?

Soll ich Deinem (?) glauben? Soll ich Deiner Rede glauben? Und ständig entsteht innerlich ein Zweifel an Allah. Wird Er uns etwa in die Hölle bringen? Ja, so viel ich auch bete, wenn Er mich so erschaffen hat, mich von der Rechtleitung fernhielt, was ich auch tue, ist es mir unmöglich, zur Rechtleitung zu kommen. Denn auch in seinem Charakter ist Diebstahl. Oder bei dem einen oder anderen Betrug.

Kann Allah denn so sein? Wenn der Vers so übersetzt wird, kannst du dann sagen, dieser Islam sei Allahs freundlicher, rechter Weg – dazu? Du hast keinen Kopf, keinen Verstand. Entweder hast du es Außenstehenden zugeschanzt, um die Religion des Islam zu entstellen, als du es so übersetzt hast – was einem Gelehrten, einem Arabischkundigen nicht ansteht.

Oder um den Islam schlechtzumachen, weil du Allah den Rücken gekehrt hast, hast du diese Verse so – damit die, die sich dem Islam zuwenden würden, sich ihm nicht zuwenden – übersetzt, und du hast dir sowohl deine eigene Last als auch die Last derer, die sich dem Islam zuwenden würden, aufgeladen.

Lesen wir den Vers jetzt richtig. Oder lesen wir (?) von Anfang bis Ende. (?) erklären wir sowieso.

„Wen Allah rechtleitet, der ist es, der den rechten Weg findet. Und wen Er von der Rechtleitung fernhält, für die findest du außer Allah keine Freunde.“

Sieh dir die Worte an, die Worte! „Wen Er von der Rechtleitung fernhält, für die findest du außer Allah keine Freunde.“ Er hält sie von der Rechtleitung fern, und doch soll es außer Allah keinen Freund geben.

Was für ein Unsinn! Die können wohl nicht einmal Türkisch.

„Am Tag der Auferstehung versammeln Wir sie auf ihren Gesichtern, blind, stumm und taub.“ Auch die Bedeutung dieses Verses kennen sie nicht.

Dort sollen die Menschen blind versammelt werden. Blind.

„Stumm und taub versammeln Wir sie auf ihren Gesichtern.“ Sieh jetzt, was hier steht. Lesen wir diese Stelle, damit ihr es besser versteht. Dass sie den Vers so übersetzen und die Menschen verwirren, ja.

Sure As-Sadschda, Vers 12: Wenn jene Sünder vor ihrem Herrn die Köpfe senken: „Unser Herr, wir haben gesehen, wir haben gehört; nun schick uns zurück in die Welt, damit wir Gutes tun; jetzt glauben wir fest“ – könntest du nur die Zeit sehen, in der sie das sagen. Nach diesem Vers nun – wenn es hier heißt: Am Tag der Auferstehung versammeln Wir sie blind, stumm und – taub auf ihren Gesichtern, widerspricht das nicht diesem Vers?

Es widerspricht ihm. Allah, der Erhabene, spricht im Koran auf drei Arten. Auf drei Arten. Erstens im übertragenen Sinn; zweitens im wörtlichen Sinn; drittens bringt Er Gleichnisse.

Und Gleichnisse: Nach dem Vers „Wir unterlassen es nicht, mit einer Mücke oder etwas Größerem ein Gleichnis zu geben“ wird, wer diesen Koran liest, auch der Unwissendste, verstehen, auch der Gelehrteste wird verstehen. Erstens die Gleichnis-Bedeutung; die wörtliche Bedeutung in den Bestimmungen der Scharia; die übertragene Bedeutung, so: Was sagen sie: „Wir (?) sie, machten ihre Augen blind, verstopften ihre Ohren, versiegelten ihre Herzen“ – dabei ließen sie sich einen Schleier über die Augen ziehen, Stöpsel in die Ohren stecken und wandten ihre Herzen von Uns ab; so versiegelten Wir sie in diesem Zustand, heißt es.

Sonst hat Allah sie nicht selbst versiegelt. Allah hat sie selbst versiegelt, aber sie ließen sie versiegeln. Ja.

Hier sagt man es so, im übertragenen Sinn. Hier muss man eine Klammer öffnen. Mal sehen, was wir jetzt sagen. Lesen wir. „Am Tag der Auferstehung versammeln Wir sie auf ihren Gesichtern, blind, stumm und taub. Ihr Ziel und ihre Bleibe ist die Hölle; immer wenn ihr Feuer nachlässt, verstärken Wir seine Flamme“, heißt es.

„Wer Allah um Rechtleitung bittet“ – jetzt lesen wir die richtige – „der ist es, der den rechten Weg findet.“ Was steht hier? „Wen Allah rechtleitet, der ist es, der den rechten Weg findet“, heißt es. Dabei: „Wer Allah um Rechtleitung bittet, der ist es, der den rechten Weg findet.“ Mit seinem Teilwillen, mit den Taten, die er vollbringt, wird der Mensch zur Rechenschaft gezogen. Warum hat Allah mich hierher geschickt?

Mit den Taten, die ich tue, mit jedem Wort aus meinem Mund, mit den Taten, die ich getan habe, erhalte ich Lohn und Sünde. Wenn ich durch die Taten, die ich getan habe, Lohn und Sünde erhalte – „Wen Allah rechtleitet, der ist es, der den rechten Weg findet“ – passt das zu Seinem Wort? Wenn Er denen, die den rechten Weg finden, Rechtleitung gab, oder die, denen Er Rechtleitung gibt, auf den rechten Weg führte – da Er mich nicht führte, werde ich Böses tun. Hätte Er mir doch auch Rechtleitung gegeben – aber warum hat Er uns in die Welt geschickt? Der Mensch soll mit seinem eigenen Willen beweisen, was für ein Mensch er ist.

Nun, passen dieser Vers und jener zueinander? Passt es zu dem Vers, dass ihr nicht sterbt, bevor ihr bewiesen habt, was für Menschen ihr seid? Wie kannst du Verse so übersetzen, dass sie einander widersprechen? Ja. Und dann: Ich habe einen Koran geschrieben, einen Koran. Du hast keinen Koran geschrieben. Du hast deine eigene Strafe mit eigener Hand geschrieben. Ja. Wie auch immer, setzen wir unseren Unterricht fort. Die Verse werden wir nicht erklären. Wo die Fehler liegen – das versuchen wir zu zeigen. Du wirst sehen, wir lesen jetzt. „Wer Allah um Rechtleitung bittet, der ist es, der den rechten Weg findet. Und wer sich von der Rechtleitung entfernt und auf diesem Weg weitergeht, die finden Allahs Freundschaft nicht mehr.“ Sie finden Allahs Freundschaft nicht, solange sie auf diesem Weg weitergehen.

Kehrt er aber um, findet er sie. Das ist die Bedeutung des Verses. Allah ist sehr vergebend. „Am Tag der Auferstehung, blind, stumm und taub, auf ihren Gesichtern versammeln Wir sie. Ihr Ziel und ihre Bleibe ist die Hölle. Immer wenn ihr Feuer nachlässt, verstärken Wir seine Flamme.“ Nun, falsch übersetzt ist in diesem Vers Folgendes. Erstens: „Wen Allah rechtleitet, der ist es, der den rechten Weg findet. Und wen Er von der Rechtleitung fernhält, für die findest du keine Freunde außer Allah.“ Zweitens: „Und wen Er von der Rechtleitung fernhält, für die findest du außer Allah keine Freunde.“ Richtig ist dagegen erstens: „Wer Allah um Rechtleitung bittet, der ist es, der den rechten Weg findet.“ „Und wer sich von der Rechtleitung entfernt und auf diesem Weg weitergeht, die finden Allahs Freundschaft nicht mehr.“ Es heißt nicht, Allah sei ihr Freund.

Sieh – Allahs Freundschaft, was sagt er? „Sie finden Allahs Freundschaft nicht mehr.“ Wer? Wer von Allah, wer Allah, wer sich von der Rechtleitung entfernt – hier sagt er Folgendes. (?) lesen wir von oben. „Wen Er von der Rechtleitung fernhält, für die findest du außer Allah keine Freunde“, heißt es. Fern der Rechtleitung, aber Allah wird ihnen Freundschaft erweisen. Sie sind fern von Allah, aber Allah ist ihr Freund. Bedeutet das nicht das? Verstehe ich das falsch? Lesen wir noch einmal. „Wen Er von der Rechtleitung fernhält“ – Er hat sie entfernt – „für die findest du außer Allah keine Freunde.“ Allah – sie – Allah wird mit ihnen befreundet sein.

Außer Ihm findest du keinen Freund. Dabei übersetzen sie den Vers falsch.

„Wer sich von der Rechtleitung entfernt und auf diesem Weg weitergeht, die finden Allahs Freundschaft nicht mehr.“ Kehren sie um, wird Allah vergeben. Hier schreiben wir es ganz ausführlich. Jetzt erklären wir die Bedeutung der falschen Übersetzung des ersten Verses. Die falsche Übersetzung dieses Verses sind – Sure Al-A'raf, Vers 172 – Worte, die Menschen ohne Kenntnis dieses Verses nach eigenem Verstand übersetzt haben. Allah, der Erhabene, gibt nach Seinem eigenen Willen niemandem Rechtleitung, noch hält Er jemanden von der Rechtleitung fern. Denn unser Herr gab dem Menschen von Seinem Geist und erschuf den Menschen ehrenvoll über die Welten und machte ihn zum Gegenüber Seines Wesens.

Deshalb gab Er dem Menschen seinen Willen in die eigene Hand; bei Qalu Bala schloss Er mit den Menschen einen Bund. So hat Er die Wünsche und Begehren der Menschen ihnen als Schicksal geschrieben.

Beim Übersetzen der Verse darf man keinesfalls unseren Herrn – indem man den Menschen ihren Willen nimmt – Seinen Willen über die Menschen ausüben lassen. Außerdem kann kein Mensch – indem er den Willen unseres Herrn von den Menschen nimmt – die Schicksale der Menschen mit dem eigenen Willen unseres Herrn ändern. Zweitens, die falsch übersetzte Stelle: „Für die findest du keine Freunde außer Allah.“ Richtig: „Wenn er auf diesem Weg weitergeht, finden sie Allahs Freundschaft nicht mehr.“ Denn der Wille liegt in der Hand des Menschen. Wenn sich die Menschen aus eigenen Wünschen und Begehren von der Rechtleitung entfernen, finden sie den freundlichen, rechten Weg unseres Herrn nicht.

Außerdem spricht unser Herr die Menschen im Koran auf drei Arten an. Erstens: Die Grundlagen des Korans sind klar und eindeutig. Zweitens: im übertragenen Sinn. Drittens: Manche Verse sind mutaschabih. Das heißt, es sind Muqatta'at-Verse. Ihnen kann man keine Bedeutung geben. Hier wurde der letzte Satz dieses Verses richtig im übertragenen Sinn übersetzt. Er lautet: „Am Tag der Auferstehung, blind, stumm und taub, auf ihren Gesichtern versammeln Wir sie.“ In Sure As-Sadschda, Vers 12, verkündet unser Herr: „Jene Sünder –“ In Sure As-Sadschda, Vers 12, verkündet unser Herr: „Wenn jene Sünder vor ihrem Herrn die Köpfe senken: Unser Herr, wir haben gesehen, wir haben gehört, nun schick uns zurück in die Welt, damit wir Gutes tun; jetzt glauben wir fest – könntest du nur die Zeit sehen, in der sie das sagen.“ Im Jenseits werden die Menschen also nicht blind, stumm und taub versammelt.

In dieser Welt sind sie blind, taub und stumm. Also: hatemallâhu alâ kulûbihim ve alâ sem'ihim ve alâ ebsârihim gışâveh, ve lehum azâbun azîm – sie sind die Menschen, auf die dieser Vers zutrifft. Sie schauen, doch auf ihren Augen liegt ein Schleier; die Wahrheit sehen sie nicht. Sie hören, doch in ihren Ohren sind Stöpsel; sie wollen nicht hören. Unseren Herrn wollen sie auch nicht als Schöpfer kennen. So haben sie ihre Herzen versiegeln lassen; sie wenden sich nicht der Wahrheit zu. Ja, lesen wir noch einen Vers, dann schließen wir unseren Unterricht, inschallah. Wenn es Fragen gibt, beantworten wir sie nach dem Unterricht.

Wieder Sure Al-Isra, Vers 100. „Wenn ihr die Schätze der Barmherzigkeit meines Herrn besäßet, würdet ihr aus Angst vor dem Ausgeben immer mehr zurückhalten; und der Mensch ist sehr knauserig.“ Hier hat er dieselben Fehler fortgesetzt. Wie ich vorhin sagte: Er machte einen Fehler und setzte ihn immer fort. Hat er einem Menschen einen Fehler gegeben, hat er alle Menschen hineingesteckt, so. Was heißt es? „Und der Mensch ist sehr knauserig.“ Sind denn alle knauserig? Ja. „Hättet ihr in Seiner Barmherzigkeit die Schätze, die Allah erschuf, besessen, würden viele Menschen aus Angst vor dem Ausgeben immer mehr zurückhalten.

Solche Menschen sind sehr knauserig.“ Sieh, wie schön. Hier wird unterschieden. Dieser Vers ist von Anfang an falsch übersetzt. Die falsche: „Wenn ihr die Schätze der Barmherzigkeit unseres Herrn besäßet, würdet ihr aus Angst vor dem Ausgeben immer mehr zurückhalten. Und der Mensch ist sehr knauserig.“ Die richtige dagegen: „Hättet ihr in Seiner Barmherzigkeit die Schätze, die Allah erschuf, besessen, würden viele Menschen aus Angst vor dem Ausgeben immer mehr zurückhalten. Solche Menschen sind sehr knauserig.“ Dieser Vers ist von Anfang an falsch übersetzt. Richtig ist das grün Markierte. Mit demselben Verständnis wie in Sure Al-Isra, Vers 67, haben sie diesen Vers übersetzt. Wir kopieren diese Stelle, heißt es.

Da alles gleich ist, kopieren wir jene Stelle zur anderen. Denn wir sagen: Kopieren hat seinen Nutzen. Wiederholst du beim Kopieren etwas öfter, versucht man zu verstehen, was man nicht verstanden hat. Unser Herr erschuf die Menschen als edle Geschöpfe. Also erschuf Er sie als die ehrenvollsten der Geschöpfe. Außerdem, also: Ich habe den Menschen in schönster Gestalt erschaffen, verkündet Er. Wenn trotzdem, wie im falsch übersetzten Vers gesagt: „Wenn ihr die Schätze der Barmherzigkeit meines Herrn besäßet, würdet ihr aus Angst vor dem Ausgeben immer mehr zurückhalten. Und der Mensch ist sehr knauserig“ – wenn das gesagt wird, hat Er dann alle Menschen, die Er so edel und in so schöner Gestalt erschuf, als undankbar erschaffen?

Das trägt die Bedeutung: Konnte Er keinen einzigen Menschen mit aufrechtem Charakter erschaffen? Wenn solche Koranverse so übersetzt werden, schreibt man unserem Herrn Eigenschaften zu. Unser Herr ist frei von mangelhaften Eigenschaften. Unser Herr gab den Menschen einen Teil von Seinem Geist. Er ließ die Menschen frei in ihrem eigenen Willen. So schloss Er mit den Menschen bei Qalu Bala einen Bund. Was jeder von unserem Herrn erbat, so ließ er sein Schicksal selbst schreiben. Die Menschen wurden in drei Klassen geteilt. Die der Rechten, die der Linken und die Klasse der Muqarrabun. Da die Menschen also für das verantwortlich sind, was sie mit eigenem Willen tun, gibt es unter ihnen Gute und Schlechte.

Du kannst nicht alle diese Menschen in die schlechte Kategorie stecken. Niemand kann unserem Herrn die Schuld geben: „Der Mensch – wenn ihr die Schätze der Barmherzigkeit eures Herrn besäßet, würdet ihr aus Angst vor dem Ausgeben immer mehr zurückhalten, und der Mensch ist sehr knauserig“ – das könnt ihr nicht sagen. Die richtige Übersetzung dieses Verses: „Hättet ihr in Seiner Barmherzigkeit die Schätze, die Allah erschuf, besessen, würden viele Menschen aus Angst vor dem Ausgeben immer mehr zurückhalten. Solche Menschen sind sehr knauserig.“ Unter den Menschen gibt es Propheten, Heilige, Gelehrte und Märtyrer.

Wenn den Menschen von unserem Herrn eine Gnade gegeben wird, kehren nicht alle den Rücken und gehen, und wieder sind nicht alle knauserig. Es gibt auch die, die sich unserem Herrn ergeben.

Hier beenden wir unseren Unterricht. Ömer Sefa, Sure Al-Kahf, Vers 7, da sind wir stehen geblieben. Seite 231, Seite 231, Sure Al-Kahf Vers 7. Ja.

Ja.

Bleibt gesund, seid Allah anvertraut. Li'llâhi Teala'l-Fatiha Amin Ya Rabbel Alemin Ja.