Ibrahim 7: Erinnert euch daran; wie euer Erschaffer euch einst mitteilte: “Wenn ihr dankbar seid, werde ich sicherlich meine Güter über euch vermehren, und wenn ihr undankbar seid, so ist meine Strafe ohne Zweifel sehr heftig”.
Inhalt
Erläuterung
Übersetzung
Erinnert euch daran; wie euer Erschaffer euch einst mitteilte: “Wenn ihr dankbar seid, werde ich sicherlich meine Güter über euch vermehren, und wenn ihr undankbar seid, so ist meine Strafe ohne Zweifel sehr heftig”.
Tafsir
Erinnern Sie sich daran, dass Ihr Herr Ihnen gesagt hat, wenn Sie dankbar sind, wird Er sicherlich Seine Segnungen über Sie vermehren, und wenn Sie undankbar sind, wird Seine Strafe sicherlich hart sein.
Allah, der Sie aus den Händen des Hauses des Pharao, aus Folter und Unterdrückung gerettet hat, brachte Sie sicher in das Land Tih, wo Er Sie mit Manna und Wachtelfleisch aus dem Paradies speiste. Von dort brachte Er Sie nach Jerusalem, und Er hat Sie mit keiner Seiner Wohltaten verschont. Wenn Sie also die Härten, Qualen und Quälereien vergessen, die Sie in dieser Situation erlitten haben, und versuchen, Allah Polytheismus zuzuschreiben, dann wissen Sie, dass Allahs Strafe hart ist. Aber wenn Sie Allah dienen und Ihm gehorchen, wird Allah seine Gunst auf Sie ausdehnen. Denn Allah nimmt sein Versprechen nicht zurück.
Was im Video gesagt wird
Unsere Tochter Selin sagt: Bei Vers sieben der Sure Ibrahim waren wir stehen geblieben.
Sure Ibrahim, Vers sieben: Gedenkt, als euer Herr euch sagte: Wenn, heißt es, ihr dankbar seid, werden Wir euch Meine Gnade gewiss vermehren. Wenn ihr dankbar seid.
Und wenn ihr undankbar seid, ist Meine Strafe ohne Zweifel sehr streng. So hatte Er es verkündet.
Auch wenn diese Verse sich an ein bestimmtes Volk richten, müssen die Menschen wissen, dass der Vers bis zum Jüngsten Tag gilt — das müssen sie wissen.
Wenn ein Mensch für die von Allah gegebenen Gaben nicht dankt, merkt er in den Gelüsten seines eigenen Ichs nicht, dass er gegenüber Allah, dem Erhabenen, in Auflehnung geraten ist.
Wie kommt das? Wenn du fragst: Gäbest du einem Menschen ständig etwas, ständig, und dieser Mensch äße und tränke, und was du gibst, nutzte er in Sicherheit, und dich (?) er nie, ist das nicht, dem Menschen, der ihm Gutes tut, den Rücken zu kehren? Ist er nicht in Auflehnung gegen ihn? Und hegt er nicht im Herzen Groll gegen ihn? Wir sind als Allahs Bedürftige erschaffen. Was immer es in dieser ganzen Schöpfung oder auf der Erde gibt — da Allah, der Erhabene, den Menschen sehr erhaben und über die Welten geehrt erschuf, hat Er ihn auf dieser Erde zum Statthalter der Erde gemacht und alle Gaben, die Er erschuf, den Menschen zur Verfügung gestellt.
Wenn dieser Mensch also die Gabe isst, die Allah gibt, und Ihm nicht dankt, wird Allah, der Erhabene, gewiss eines Tages vom Menschen Rechenschaft dafür fordern. Wenn du dankst, sagt Er, wenn du dankst, vermehre Ich dir Meine Gnade. In einem Vers heißt es auch: Würden Wir je dem Dankbaren die Versorgung, heißt es, (?) — würden Wir das Gut des Dankbaren mindern? heißt es. Diese Verse — was zeigen sie uns?
Würden Wir je das Gut des Dankbaren mindern? Und hier, dass Er sagt, wenn ihr dankt, vermehre Ich gewiss Meine Gnade — was zeigt das? Allah, der Erhabene, der uns in diese Welt sandte, wollte, dass Sein Selbst erkannt wird. In der Welt der Seelen, in der Welt des Lahut, erschuf Er uns und schloss mit uns einen Bund. Warum erschuf Er uns? Er wollte, dass unser Herr in unserem eigenen Willen erkannt wird, und deshalb erschuf Er uns. Er war ein unbekannter Schatz. Dann hat Allah, der Erhabene, der frei von mangelhaften Eigenschaften ist, der wie Sein Selbst erschien, das heißt in Menschengestalt erschien und mit den Menschen einen Bund schloss — damit die Menschen Allah, dem Erhabenen, nicht sagen: Du hättest uns in eine verborgene Welt senden sollen, dort hätten wir Dir gedient —, diese Welten erschaffen.
In dieser Welt nun: Wenn der Mensch den Zweck seiner Erschaffung kennt und für die Gaben, die Allah, der Erhabene, gegeben hat, dankt, dann vermehrt Allah — weil das dem Schöpfungszweck Allahs, des Erhabenen, entspricht — seine Versorgung. Er vermehrt sein Gut. Das sagt ja auch der Vers. Aber wenn man sich gegen Ihn stellt, die Versorgung, die Er gibt, isst und trinkt und Götzen, diesem und jenem (?), als Glücksbringer in der Tasche getragenen Käfern (?), und Allahs, des Erhabenen, so vielen Gaben den Rücken kehrt; und denen, die fragen, ob es Allah gibt — so sagen sie, aber vielleicht, ich weiß nicht, sagt er. Gibt es Ihn oder nicht, sagt er.
Wenn es einen Schöpfer gibt, muss Er mich sehen. Er muss meinen Zustand kennen, sagt er. Denen, die so reden und ihren Verstand nicht gebrauchen, wird Allah, der Erhabene, für dieses Verhalten gewiss die Zeiten in Erinnerung rufen, als er dort drüben den Bund schloss, und ihn der ewigen Höllenstrafe, von der Er sagt, Meine Strafe ist streng, überlassen. Allah behüte uns — möge Er uns vor solch einer Strafe bewahren.
Mose (Friede sei mit ihm) zu seinem Volk: Gedenkt, dass unser Herr euch — ihr dankt. Gewiss werde Ich euch die Gnaden vermehren. Das heißt: Wenn ihr dankt, werde Ich euch Meine Gnaden gewiss vermehren. Wenn ihr undankbar seid, ist Seine Strafe ohne Zweifel sehr streng, so hat Er verkündet. Allah, der euch aus der Folter und Unterdrückung durch Pharaos Dynastie errettete, hat euch wohlbehalten in die Wüste Tih geführt. Dort ernährte Er euch mit Manna und Wachtelfleisch, die aus dem Paradies kamen. In der Wüste Tih — was soll es in einer Wüste schon geben? Weder Essen noch Trinken. Wächst in der Wüste, in der Öde etwas?
Aber es sind Allahs Diener; da Allah Mose (Friede sei mit ihm) gesagt hatte: Nimm dein Volk und zieh von dort fort, hat Er die Verantwortung, die Pflicht für das Essen und Trinken dieser Menschen auf sich genommen. Als sie in die Wüste Tih kamen, [hieß es] zu Mose: Nimm aus den zwölf Stämmen zwölf Leute, sende sie zum Volk der Amalekiter; sie sollen dir berichten, was dort ist, und betretet jene Stadt — obwohl Er das sagte, gingen von den Anführern der zwölf Stämme bis auf zwei zehn zu ihrem Volk und sagten: Das sind sehr starke Leute, mit denen können wir nicht ringen; damit widersetzten sie sich Moses Befehl.
Und bis auf zwei lehnten sie sich auch gegen Allah, den Erhabenen, Selbst auf. Was sagten sie? O Mose, wir wagen es nicht, gegen sie zu kämpfen. Du und Allah, kämpft ihr. Gewinnt es. Dann gehen wir dorthin, sagten sie. Nicht ich sage das. Der Vers sagt es.
Daraufhin hielt Allah, der Erhabene, sie 40 Jahre in jener Wüste, der Wüste Tih, gefangen. Doch Er gab ihnen zu essen und zu trinken. Mit Wachtelfleisch und Manna.
Ja. So undankbar waren sie. Ihre Kinder verließen mit Goliat, das heißt mit David, die Wüste, zogen hinaus und begannen sich auszubreiten.
Allah, der euch aus der Folter und Unterdrückung durch Pharao, durch die Dynastie errettete, hat euch heil und gesund in die Wüste Tih geführt. Dort ernährte Er euch mit Manna und Wachtelfleisch, die aus dem Paradies kamen. Von dort brachte Er euch nach Jerusalem. Er ließ es euch an verschiedenen Gaben nicht fehlen. Wenn ihr nun die Nöte, die Folter und Qualen, die ihr erlitten habt, vergesst und Allah Teilhaber beigesellt, so wisst, dass Allahs Strafe sehr streng ist.
Wisst, dass die diesseitige Welt ein Ort kurzen Nutzens ist. Denn tausend Jahre des Jenseits und — tausend Jahre der diesseitigen Welt sind wie ein Tag des Jenseits. Wenn es also nach dem Vers heißt, die diesseitige Welt sei ein Ort kurzen Nutzens, dann lebt ein Mensch, der 60 oder 70 Jahre alt wird, gemessen an der Zeit des Jenseits, eine bis anderthalb Stunden lang. Wenn er in diesen ein bis anderthalb, getäuscht von dieser Zeiteinheit, den Blick auf diese Stundeneinheit, auf ein bis anderthalb Stunden heftet und weltliche Güter sammelt, ohne nach erlaubt oder verboten zu fragen, dann wird Allah, der Erhabene, morgen im Jenseits sie mit einer strengen Strafe als Bewohner der Hölle jenem Feuer, dem Feuer überlassen — dessen Brennstoff, heißt es, Menschen und Steine sind, heißt es.
Ja.
Doch wenn ihr Allah dient und gehorcht, wird Allah, der Erhabene, Seine Gnade über euch vermehren. Denn Allah bricht Sein Versprechen nicht. Wer hält sein Wort so treu wie Allah? heißt es. Kein Geschöpf kann sein Wort so treu halten wie Allah. Warum, Hodscha? Meine Charakterzüge. Wenn ich es sage, lüge ich nicht. Wenn du das sagst. Wir sind mangelhaft erschaffen. Unser Verstand ist mangelhaft. Weil wir mangelhafte Entscheidungen treffen, können wir unser Wort nicht so treu halten wie Allah. Das ist eins. Das ist eins. Wir sind mangelhaft erschaffen. Hättet ihr keine Fehler begangen, sagt Er, würden Wir euch vernichten und Diener erschaffen, die Fehler begehen, sagt Er.
Auch hier beweisen wir, dass wir unser Wort wieder halten können. Das ist zwei:
Allah, der Erhabene, umfasst alle Welten in Seinem eigenen Wesen und sieht sie. Wir aber können nicht wissen, was einen Augenblick später geschieht. Bei einem Versprechen, das wir geben — reicht unser Leben oder nicht —, wären wir auch da Lügner. Oder, da wir als Menschen zu den Vergesslichen erschaffen sind, vergessen wir und halten unser Wort wieder nicht. Dafür gibt es viele Gründe. Niemand kann sein Versprechen so treu halten wie Allah. Also kam auch von Allah, dem Erhabenen, ein Versprechen. Was ist dieses Versprechen? Wer Allah nichts beigesellt, wer sich nach den Urteilen richtet, die Allah gesandt hat, die Propheten als wahr erkennt.
Den Tod als wahr erkennt. Die Auferstehung im Jenseits als wahr erkennt. An Allahs Engel, Seine Bücher, Seine Propheten glaubt und sich vor den Geboten und Verboten Allahs, des Erhabenen, hütet, dann werde auch Ich dich, sagt Er, in Mein Paradies eintreten lassen, sagt Er. Ich lasse dich in den Freuden eines ewigen Lebens leben. Er verlangt nichts von mir. Tu nur dies, sagt Er. Wisse dies, sagt Er. Aber wenn du den Gaben, die Ich gab, den Rücken kehrst und Mir etwas beigesellst, folgst du deinem Ich. Wenn du den Satan zu deinem Führer machst und seinem Weg folgst, dann wirst du im Jenseits, wenn Meine Barmherzigkeit von dir abgeschnitten ist, dort ohne jemanden und allein bleiben. Dann wirst du dem ewigen Höllenfeuer ausgesetzt sein, sagt Er.
Ja.
Wir sind nicht herrenlos. Wir scheinen frei umherzulaufen, aber um unseren Hals liegt ein solches Joch, dass wir es nicht merken. Jeder unserer Augenblicke wird bei unserem Herrn wie auf Film aufgezeichnet. Jeder Augenblick, jedes Gespräch. Zum Beispiel schreibt der Kiraman Katibin rechts, der edle Engel, deine guten Taten auf. Der edle Engel links, der Kiraman Katibin, schreibt deine Sünden auf. Wenn es heißt: Fe men ya'mel miskâle zerratin hayran yerah, wird das Stäubchengewicht an Gutem aufgeschrieben, und auch das Stäubchengewicht an Bösem wird aufgeschrieben. und im Jenseits wird die Abrechnung, von der es heißt serîü'l-hisâb, sehr schnell erfolgen.
Schnell. Demnach, obwohl der Mensch frei umherzulaufen scheint — wüsste er doch um das Joch an seinem Hals! Was für ein Joch ist das? Dass wir jeden Augenblick unter dem Blick unseres Herrn stehen, jeden Augenblick für unser Tun verantwortlich sind, unserem Herrn gegenüber verantwortlich sind, dass wir morgen für diese Handlungen Allah, dem Erhabenen, Rechenschaft ablegen werden, und: Wenn ihr mit einem Treiber vor Mich tretet, sagt Er — mit dem Leib. Dann: Die anvertrauten Güter, die Ich euch gab — auf welchem Weg ihr sie gebraucht habt, dafür ziehe Ich euch zur Rechenschaft — was für ein anvertrautes Gut ist das?
Das anvertraute Gut des Leibes. Leib, Geist, Nafs und Leben (?) sind getrennt. Ich wende mich heute an die, die sagen: Ich bin ein Gelehrter. Die meisten davon: Menschen, die mit Leibern ins Paradies eingehen. Menschen, die auch mit Leibern in die Hölle eingehen. Menschen, die sich als Gelehrte ausgeben und doch vom Sinn des Verses, Wir erschaffen euch zweimal und lassen euch zweimal sterben, kein Verständnis haben.
Ja. Auch die, die Widerlegungen schreiben, sind heute Leute, die, wenn ihr ganz rein kommt, am Tor des Paradieses ein Becken anlegen, einen See anlegen und dort die Menschen waschen lassen und sie ganz rein hineinlassen.
Dabei heißt es schon in dieser Welt: Wer zum Haus Allahs zur Pilgerfahrt kommt, es umrundet und am Standort Abrahams zwei Rakat betet und so zum Pilger wird — wird er zum Pilger, heißt es, ist er wie frisch von der Mutter geboren ganz rein, heißt es. Und die Menschen, die im Jenseits, beim Großen Gericht, von ihren Sünden befreit und ganz rein ins Paradies eingehen, mit dem Leib — diese armen Leute legen am Tor des Paradieses einen See an und waschen sie dort.
Ja. Menschen, die von den Versen nichts wissen. Denn Allah, heißt es, bricht Sein Versprechen nicht; ja, wenn wir mit den guten Taten, die wir tun, mit den Urteilen der Scharia, mit den Geboten unseres Herrn unserem geraden Weg folgend gehen, so gut wir können — Allah, der Erhabene, lädt uns nichts über unsere Kraft hinaus auf. Wenn wir, so gut wir können, den Geboten unseres Herrn folgend handeln, Hodscha, machen wir dann nie Fehler? Doch. Also, wenn wir einen Fehler machen, sagt der Prophet (Friede sei mit ihm) Folgendes: Wenn ihr eine Sünde begeht, tut sofort eine gute Tat; diese gute Tat soll jene Sünde tilgen, sagt er.
Außerdem: Wer eine Sünde begeht und weiß, dass sie Sünde war — da Er uns nicht fehlerfrei erschaffen hat, sagt unser Herr: Bereut sofort. Unser Herr, der die Reue reichlich annimmt. Was sagt Er? Ich nehme die Reue reichlich an, sagt Er. Warum nimmt Er sie an? Weil wir nicht fehlerfrei sind. Unser Verstand hat es nicht erfasst. Wir haben einen Fehler gemacht. Oder wir sind unserem Ich gefolgt. Wir haben einen Fehler gemacht. Wir werden davon ablassen, wir werden bereuen, um uns unserem Herrn zuzuwenden. Und wir werden unsere Ohnmacht erkennen, damit wir — weil wir wissen, dass unser Herr sehr mächtig ist und niemand sich Seinem Befehl über uns beim Großen Gericht widersetzen kann — in der Eigenschaft als Diener unseres Herrn sofort bereuen.
Selbst Jona sagt, nachdem er auf dem Rücken oder im Bauch des Fisches vierzig Tage unterwegs war, genau dies: Lâ ilâhe illâ ente sübhâneke innî küntü mine'z-zâlimîn. Ich habe mir selbst Unrecht getan, mein Allah, vergib mir, sagt er. Und Er bringt ihn an Land. Ja. Geh mal hinein. Setz dich dort hin und hör zu.
Ja.