Al-Hijr 5: Keine Nation kann ihr Ende aufhalten und (auf einen späteren Zeitpunkt hinaus) schieben.

A. Metin Saruhan · 6. April 2017 · Al-Hijr

Übersetzung

Keine Nation kann ihr Ende aufhalten und (auf einen späteren Zeitpunkt hinaus) schieben.

Tafsir

Jeder Mensch hat vor Allah eine bestimmte Lebensspanne. Die Lebensspanne der Menschen, die bis zum Tag der Auferstehung kommen werden, ist festgelegt. Die Sehnsüchte und Wünsche der Menschen sind als Schicksal geschrieben. Allah (swt), der einen Bund mit uns in Kalu Bela geschlossen hat, hat unsere Seelen in das Reich von Berzah erhoben. Die Anzahl der Atemzüge, die die Menschen brauchen werden, um ihr Schicksal zu erfüllen, das sie aufgeschrieben haben, ist in der Anzahl der Atemzüge, die sie in ihrem irdischen Leben nehmen werden, als Lebensspanne niedergeschrieben worden. Diese Lebensspannen sind weder ein Atemzug vorher noch ein Atemzug nachher. Wenn ein Mensch einen Atemzug vor seiner Zeit stirbt, während er sein Leben lebt, ist er gestorben, bevor er sein bestimmtes Leben vollendet hat, und Allah wird verärgert sein. Wenn ein Mensch zu Allah (swt) sagt, dass er am Tag des Jüngsten Gerichts bestraft werden wird, wird er sagen, dass er in diesem Moment den Islam angenommen hätte. Stirbt ein Mensch dagegen einen Atemzug nach der Zeit seines Lebens, so hat er eine Zeiteinheit gelebt, die ihm nicht zugedacht war. Diese Zeiteinheit wirkt sich auf die guten Taten und die Sünden des Menschen aus. Mit den guten Taten oder Sünden, die ein Mensch im Laufe seines Lebens begangen hat, können gute Menschen in einem Moment des Lebens, der nicht in seinem Schicksal liegt, schlecht und schlechte Menschen gut werden. In der Tat ist das Schicksal dieser Menschen nicht das Schicksal derjenigen, die im letzten Moment bestimmt werden. In einem der Verse sagt Allah: "Dachtet ihr, ihr würdet sterben, bevor ihr beweisen könntet, was für Menschen ihr seid?

Da die menschliche Lebensspanne die Lebensspanne eines Menschen ist, die im Verhältnis zu dem Bund steht, den er mit Allah geschlossen hat, und der Zeit des Schicksals, das Er ihm diktiert hat, vergehen die Menschen weder einen Atemzug vor noch einen Atemzug nach dieser Lebensspanne. Wenn ihre Zeit abgelaufen ist, werden diese Menschen diese Welt verlassen, indem sie sich das Leben nehmen, ohne dass die Pflichtenträger davon etwas mitbekommen.

Die Schicksale und Lebensspannen der Menschen sind Allah bekannt. Sie sind alle auf dem Levh-i Mahfuz geschrieben. Nichts kann über dieses geschriebene Programm hinausgehen und nichts kann ein Zufall sein.

Was im Video gesagt wird

In Sure Al-Hidschr, Vers 5: Kein Volk kann seiner Frist zuvorkommen oder sie hinauszögern. Kein Volk – hier nicht nur Menschen. Das sind die Geschöpfe. Kein Geschöpf kann seiner Frist zuvorkommen oder sie hinauszögern. Das gilt von den Tieren über die Welt der Engel bis zu den Menschen – da alle Welten programmiert sind, kommt sie, wenn eure Frist abgelaufen ist, weder eine Stunde früher noch eine Stunde später, heißt es.

Warum heißt es nicht: weder eine Sekunde früher noch eine Sekunde später? Warum heißt es nicht: wenn es mit dem letzten Atemzug endet? Nun, bei manchen Menschen hört der Atem auf, du sagst, er ist gestorben, fällst das Urteil. Dann siehst du, dass er 5 Minuten später, 10 Minuten später, 15 Minuten später atmet. Kommt das vor? Ja. Bei manchen bleibt das Herz stehen, man bringt es wieder in Gang. Ja, man bringt es wieder in Gang. Wenn er dann noch Lebenszeit hat, geht diese Lebenszeit weiter. Wenn nicht, leben die, deren Herz in dieser Stunde wieder in Gang gebracht wird, etwas länger, atmen etwas länger und sterben wieder.

Ja, was weiß ich, eben innerhalb einer Stunde. und es heißt, eine Stunde früher und eine Stunde später. Kein Volk kann seiner Frist zuvorkommen oder sie hinauszögern. Jeder Mensch hat bei Allah eine Lebenszeit. Jeder Mensch. Die Lebenszeiten der Menschen, die bis zum Jüngsten Tag kommen werden, sind festgelegt.

Wie euch die Lebenszeit festgelegt wurde, das will ich auch erklären.

Ich glaube nicht, dass irgendein (?) auf der Erde diese Lebenszeit erklärt.

Als Allah, der Erhabene, mit jedem Menschen den Bund schloss – diese Ansprache „Elestü bi Rabbiküm“, die haben sie bewusst zugedeckt, bewusst –, als Er den Bund schloss, als Er ihre Wünsche und Begierden, ihre Absichten, ihnen als Schicksal schrieb – in wie vielen Atemzügen wird er sich beweisen? Das weiß Allah, der Erhabene. In wie vielen Atemzügen wird der Mensch, der die Absicht seines Wunsches und Begehrens sich als Schicksal hat schreiben lassen, mit wie vielen Atemzügen sich beweisen? Habt ihr gedacht, ihr würdet sterben, ohne zu beweisen, was für ein Mensch ihr seid? Das ist der Vers. Da Allah, der Erhabene, das weiß, gibt Er ihm so viele Atemzüge als Lebenszeit. Das ist eine Lebenszeit, die er selbst wollte.

Allah sagt also nicht zum Menschen: Du wirst so lange leben, du wirst so lange leben. Täte Er das, würden Allah Eigenschaften zugeschrieben. „Hättest Du mir auch so viel Lebenszeit gegeben wie (?), hätte ich mich am Ende vielleicht auch bekehrt.“ Würde er das sagen? Ja. Niemand kann Allah, dem Erhabenen, irgendeine Schuld zuschreiben. Ja. Wie die Lebenszeit bemessen wird. Auch das: In wie vielen Atemzügen der Mensch seinen Wunsch, sein Begehren und seine Absicht in der Welt, sich selbst, beweisen kann – wie viele Atemzüge das sind, weiß Allah, der Erhabene. Das gibt Er ihm als Lebenszeit. So viele Atemzüge. Ja.

Er gibt sie nicht als Zeit, achtet darauf. Er gibt sie nicht als Zeit.

Er gibt sie als Zahl von Atemzügen.

Hätte Er sie als Zeit gegeben, würde der Mensch seine Atemzüge vorher aufbrauchen und jämmerlich stöhnen, um sterben zu können. Wenn zum Beispiel heute bei Rauchern das Nikotingift die Poren in der Lunge füllt, atmet der Mensch schnell ein und aus. Wenn sie spielen, in Spielhöllen, bei Trinkgelagen, bei aufregenden Ereignissen atmen sie schnell ein und aus. Wegen dieser Belastungen verkürzt der Mensch sein eigenes Leben. Er verkürzt seine Zeit. Die Zahl seiner Atemzüge verkürzt er nicht. Da Allah, der Erhabene, weiß, was er in dieser Zahl von Atemzügen tun wird, gibt Er ihm diese Zahl von Atemzügen. Und in dieser Zahl von Atemzügen atmet dieser Mensch beim Trinken, beim Spielen, bei der Unzucht, beim Rauchen, bei irgendwelchen Dingen, die die Religion des Islam als verpönt erklärt oder verboten hat, an aufregenden Orten, an verrauchten Orten, schnell ein und aus, und so begeht er dort ein Vergehen, wird zum Sünder und spürt so auch seine Lebenszeit nicht.

In diesem Fall also: Mensch, diesen Körper, den Ich dir gab – Ich werde dich dafür zur Rechenschaft ziehen, auf welchem Weg du ihn gebraucht hast, sagt Er. Auch für diesen Körper wirst du zur Rechenschaft gezogen.

Ja.

Also kann kein Volk seiner Frist zuvorkommen oder sie hinauszögern. Jeder Mensch hat bei Allah eine Lebenszeit. Die Lebenszeiten der Menschen, die bis zum Jüngsten Tag kommen werden, sind festgelegt. Die Wünsche und Begierden der Menschen sind ihnen als Schicksal geschrieben. Allah, der Erhabene, der mit uns den Bund schloss, hat unsere Seelen anscheinend in die Welt des Barzach erhoben. Die Schicksale, die die Menschen sich haben schreiben lassen – in wie vielen Atemzügen sie diese im diesseitigen Leben ausführen werden, so viele Atemzüge sind den Menschen als Lebenszeit geschrieben. Diese Lebenszeiten enden weder einen Atemzug früher noch einen Atemzug später.

Würde ein Mensch, während er sein Leben lebt, einen Atemzug vor seiner Zeit sterben, so stürbe er, ohne die Lebenszeit seines Schicksals erfüllt zu haben, und Allah würden Eigenschaften zugeschrieben. „Vielleicht hätte ich mich bekehrt“, sagt er. Bekanntlich werden Menschen beim letzten Atemzug ja auch zu Ungläubigen. „Vielleicht hätte ich mich bekehrt“, sagt er. Das würde er also sagen.

Zu Allah, dem Erhabenen, sagt der Mensch, wenn er (?) bei der Auferstehung die Strafe sieht: In diesem Augenblick hätte ich den Islam angenommen. Umgekehrt: Stürbe ein Mensch einen Atemzug nach der Zeit seiner Lebensspanne, so hätte er eine Zeiteinheit gelebt, die nicht in seinem Schicksal steht. Diese Zeiteinheit wirkt sich auf die guten Taten und Sünden des Menschen aus. Mit den guten Taten oder Sünden, die ein Mensch sein Leben lang begangen hat, könnten in einem augenblicklichen Leben, das nicht in seinem Schicksal steht, die Guten schlecht und die Schlechten gut werden. Es könnte sein, dass der gute Mensch sagt: Was habe ich davon gehabt?

In diesem einen Atemzug geht auch er als Ungläubiger. Ja. Also weder einen Atemzug früher noch einen Atemzug später. Ja.

Eigentlich sind die Schicksale dieser Menschen nicht Schicksale von Menschen, die im letzten Augenblick festgelegt werden. In einem Vers verkündet Allah, der Erhabene: Habt ihr gedacht, ihr würdet, ohne zu beweisen, was für ein Mensch ihr seid, sterben? Da also die Lebenszeit des Menschen – die Zeit des Schicksals, das er sich im Verhältnis zu dem Bund, den er Allah gab, schreiben ließ – seine Lebenszeit ist, sterben die Menschen in dieser Lebenszeit weder einen Atemzug früher noch einen Atemzug später. Diese Menschen verlassen die Welt: Wenn ihre Zeit abgelaufen ist, ohne in ihrer Aufgabe nachlässig zu werden, nimmt man ihnen das Leben – so verlassen diese Menschen die Welt.

So sind Allah die Schicksale und Lebenszeiten der Menschen bekannt. Alles steht in der wohlverwahrten Tafel geschrieben. Nichts tritt aus diesem geschriebenen Programm heraus, nichts kann es, und es kann auch keinen Zufall geben. Ja.