Yūsuf 28: Als der Mann sah, dass Josefs Hemd von hinten zerrissen wurde, sprach er (zu seiner Frau): Ohne Zweifel, dies ist eine Falle von euch. Eure Falle ist wahrlich groß.
Inhalt
Erläuterung
Übersetzung
Als der Mann sah, dass Josefs Hemd von hinten zerrissen wurde, sprach er (zu seiner Frau): Ohne Zweifel, dies ist eine Falle von euch. Eure Falle ist wahrlich groß.
Tafsir
Als der Ehemann der Frau sah, dass das Hemd von hinten zerrissen war, wuchs sein Vertrauen in Yusuf, Friede sei mit ihm, und es wurde verstanden, dass die Frau Yusuf, Friede sei mit ihm, angegriffen hatte. Tatsächlich hätte ihr Mann nie gedacht, dass Yusuf, Friede sei mit ihm, so etwas tun würde. Denn Yusuf, Friede sei mit ihm, war mit ihm aufgewachsen. Er kannte sein Temperament und seinen Charakter sehr gut. Er weiß, dass St. Joseph, Friede sei mit ihm, vertrauenswürdig und ehrlich war und ihn niemals betrogen hat.
Da wandte er sich ihr zu und sagte: "Das ist eine Falle, die du für Yusuf vorbereitet hast. Deine Falle ist in der Tat groß. Dieser Vers besagt, dass deine Falle in der Tat groß ist. Aus diesem Vers geht hervor, dass Allah, der die Menschheit mit männlichen und weiblichen Wesen erschaffen hat, die Männer mit männlichen und weiblichen Wesen erschaffen hat, und dass die Männer mehr Verlangen und Begierde nach Frauen haben, was die Lust betrifft. Andererseits, wenn eine Frau sich zu einem Mann hingezogen fühlt und ihn zu sich einlädt, kann das männliche Ego, das sich zu Frauen im Sinne der Lust hingezogen fühlt, diesen Einladungen nicht so leicht widerstehen. Viele Männer setzen ihre Ehre und Keuschheit aufs Spiel und wenden sich der Prostitution zu.
Der Teufel, der den Menschen immer mit dem Bösen verführt, kann einen Mann nicht so leicht zur Unzucht verleiten, denn er ist für das menschliche Auge unsichtbar. Aber wenn er eine Frau seines eigenen Geschlechts trifft und sie sich von Angesicht zu Angesicht begegnen, kann ein Mann ihre Einladung nicht so leicht ablehnen. Und das auch dann, wenn es sich um einen Mann handelt, den sie sehr mag. Dann wird die Falle der Frau größer sein als der Teufel. Und so ist es auch.
Aber Menschen, die Allahs Freunde sind, die ihre Seelen durch die Furcht vor Allah vervollkommnet haben, selbst wenn sie Frauen begehren und selbst wenn Frauen sie einladen, wollen sie nicht zu den Übeltätern gehören, indem sie sich der Prostitution nähern, weil sie Allah fürchten. Daher sind sie frei von Unmoral und sie gebieten das Gute und verbieten das Böse. Allah ist der Freund solcher Menschen und sie sind die Freunde Allahs. Im Jenseits wird kein Makel und keine Schande auf ihren Gesichtern sein.
Was im Video gesagt wird
Ja. In Vers 28: Als ihr Mann sah, dass Josefs Hemd hinten zerrissen war, sagte er zu der Frau: Gewiss, das ist eure Falle. Eure Falle ist wahrlich gewaltig, heißt es. Wahrlich, die Falle der Frau ist gewaltig. Auch unsere Vorfahren haben einen Spruch. Die List der Frau hat den Mann besiegt.
Ja. Als der Mann der Frau sieht, dass das Hemd hinten zerrissen ist, wächst sein Vertrauen zu Josef (Friede sei mit ihm), und dass die Frau Josef (Friede sei mit ihm) angegriffen hat, wird klar. Dass Josef (Friede sei mit ihm) so etwas versuchen würde — das hält der Mann der Frau ohnehin für völlig ausgeschlossen. Denn Josef (Friede sei mit ihm) ist bei ihm aufgewachsen. Er kennt sein Wesen und seinen Charakter sehr gut. Er weiß, dass Josef (Friede sei mit ihm) eine vertrauenswürdige, ehrliche, niemals verräterische Persönlichkeit besitzt. Wie ich eben erklärt habe, gibt es manche Begebenheiten, gibt es manche Menschen: Selbst wenn die Leute ihn verleumden oder selbst wenn sie wissen, dass er sich mit jemandem herumtreibt, wenn jemand ihm vertraut hat und sein Wesen und seine Moral kennt, sagt er über diese Person: Niemals, niemals würde dieser so etwas tun.
Und Allah, der Erhabene, sagt es ja auch so in Seinem Vers. Zu wem sagt Er es? Für wen sagt Er es? Was sagt Er?
Für unsere Mutter Aischa. Die sie verleumdeten. Warum sagten sie nicht: Sie würde so etwas nicht tun, sagt Er. Ja. Dabei sind die Menschen sehr versessen auf Klatsch und üble Nachrede. Und so ist der Nafs daran gewöhnt, Menschen anzuschwärzen und zu verleumden. Er hat daran Gefallen. Und der Satan stachelt dazu an. Auf diese Weise sind die Menschen auf Klatsch und üble Nachrede ganz versessen. Um Sünden zu sammeln. Doch der Freund eines Menschen, den er liebt, Menschen, die um Allahs willen einander Gefährten sind, sagen über Menschen mit solch untadeliger Moral: Dieser würde so etwas niemals tun.
Denn wenn ich ihn kenne, ist er nicht hinter dieser Sache her, sagt er, also. (?) — so sagt es auch ihr Mann. Weil seine Moral untadelig ist, erwartet er das von Josef ohnehin nicht. Deshalb wendet er sich an die Frau und sagt ihr: Das ist eine Falle, die ihr Josef gestellt habt, sagt er. Ja. Eine Falle. Wie schön es gesagt ist. Eine Falle.
Eure Falle ist wahrlich gewaltig. Im Vers hier heißt es: Eure Falle ist wahrlich gewaltig. Was heißt es? Gewiss, sagte er, das ist eure Falle; eure Falle ist wahrlich gewaltig. Ja, eure Falle ist wahrlich gewaltig. Im Vers hier heißt es: Eure Falle ist wahrlich gewaltig. Aus diesem Vers versteht man: Allah, der die Menschen männlich und weiblich erschuf — die Männer haben in sexueller Hinsicht mehr Begehren und Verlangen nach Frauen. Umgekehrt: Wenn eine Frau sich einem Mann zuneigt und ihn zu sich einlädt, kann der männliche Nafs, der sich in sexueller Hinsicht Frauen zuneigt, diesen Einladungen nicht so leicht widerstehen.
Viele Männer geben ihre Ehre und Keuschheit preis und wenden sich der Unzucht zu. Allah bewahre. Der Satan, der dem Menschen ständig Böses einflüstert, kann, da er für das menschliche Auge unsichtbar ist, den Menschen nicht so leicht zur Unzucht verleiten. Die Frau aber ist von seiner eigenen Art (?). Wenn sie sich gegenüberstehen, kann der Mann zur Einladung der Frau nicht so leicht Nein sagen. Und wenn es obendrein ein Mann ist, den sie sehr mag, dann werden die Fallen der Frau sogar größer als die des Satans. Und so ist es auch. Manchmal kann der Satan die Menschen nicht täuschen. Der Satan kann einen Mann nicht zur Begierde lenken, aber eine Frau kann ihn verführen.
Ja. Es gibt eine Geschichte.
Eine Geschichte dazu. Ein Mann hatte sich auf einem Berggipfel in die Abgeschiedenheit zurückgezogen.
Was der Satan auch tat, er konnte ihn nicht täuschen. Der Mann lebte in der Höhlung eines Baumes.
(?) in Menschengestalt zu einer Frau sagt er — zu einer Frau —: Dort ist ein Mann; wenn du ihn verführen kannst, kaufe ich dir ein Paar rote Schuhe, sagt er. In Ordnung, sagt die Frau. Die Frau nähert sich dem Mann langsam, verführt ihn und schläft mit ihm. Der Mann hatte Kinder, von einer anderen Frau. Sie bringt den Mann dazu, auch sie zu töten, die Frau. Und schließlich kommt die Frau zum Satan. Gib mir die roten Schuhe, sagt sie. Oh nein, sagt er, bleib mir fern. Nimm diesen Schuh an der Spitze des Stocks, sagt er. Vielleicht verführst du sogar mich, sagt er. Er reicht ihr den Schuh an der Spitze eines Stocks.
So groß ist die List der Frau; sie besiegt den Mann. Allah bewahre uns davor. Doch bei wem verfangen ihre Spiele nicht? Bei wem nicht? Wie wir in den früheren Lektionen erklärt haben: Hätten Wir, heißt es, Josef (Friede sei mit ihm) nicht Unser (?) gezeigt, hätte er sich ihr zugeneigt, heißt es. Ja. Hätten Wir nicht Unser (?) gezeigt, hätte er sich ihr zugeneigt.
Und es heißt: Wahrlich, die Frau neigte sich ihm zu; hätte er nicht die Warnung seines Herrn durch ein Zeichen gesehen, hätte auch er sich ihr zugeneigt, heißt es. Wenn der Prophet in seinem Hadith sagt: Der Heilige meiner Umma ist wie ein Prophet der Kinder Israels — solchen rechtschaffenen Dienern kann die List der Frau nicht nahekommen. Wenn alle Menschen so wären wie der, den jene Frau verführte, würde die Unzucht ohnehin überall überhandnehmen. Das Böse würde überhandnehmen. Ein Mann ist der, der — wenn ein Mann vollständig erschaffen ist, heißt er Mann. Sie sind Männer. Er soll das Böse verhindern.
Er soll die Unzucht beseitigen. Unsere Vorfahren waren Männer. Sie waren Männer. Aber nicht die heutigen. Die heutigen Männer — ich bringe es nicht über die Lippen. Ich werde es nicht sagen. Zur Zeit unserer Vorfahren, unserer Väter, wenn jemand Unzucht trieb, fand man ihn tot am Fuß eines (?), am Fuß ihrer (?). Ja, und niemand fragte nach ihm. Das waren Männer. Sie haben uns die Religion, den Islam, seit 1430 Jahren so übergeben. Wir haben euch (?). Morgen werden wir vor Allah verantwortlich sein. Ist das ein Mann? Allah hat den Mann vollständig erschaffen. Eine Frau kann Fehler machen, eine Frau kann begehren.
Die Frau ist unvollständig erschaffen. Wenn der Mann sich der Frau zuneigt, wo bleibt dann seine Männlichkeit? Ja. Wem gleicht er dann? Allah, der Erhabene, sagt in Seinem Vers: Sie sind wie Vierbeiner, die auf der Erde umherziehen. Was unterscheidet uns dann noch vom Tier? Obwohl es die Todesstrafe gibt, obwohl es die Steinigung gibt, dass ein verheirateter Mann mit einer verheirateten Frau Ehebruch begeht, obwohl es die Steinigung gibt — wo ist die Ehre dieses Menschen geblieben? Wo ist sein Wille geblieben? Ja. Bei Menschen mit solchem Willen verfangen die Spiele der Frauen nicht. Und sie beseitigen solchen Schmutz.
Ja.
Wir setzen unseren Unterricht fort.
Doch Menschen, die Freunde Allahs sind, die ihren Nafs in Gottesfurcht vervollkommnet haben, wollen, auch wenn sie nach Frauen Begehren und Verlangen empfinden, auch wenn eine Frau sie zu sich einlädt, weil sie Allah fürchten, nicht in Unzucht verfallen und sich der Schar der Frevler anschließen. Die Schar der Frevler.
Deshalb halten sie sich nicht nur von der Unzucht fern, sondern verbieten das Böse und gebieten das Gute. Allah ist der Freund solcher Menschen. Und sie sind die Freunde Allahs. Was sagt Allah, der Erhabene, über solche Menschen? Hasbünallahu ve ni'me'l-vekîl ve ni'me'l-mevlâ ve ni'me'n-nasîr. Der Mensch — was für eine schöne Sache, heißt es — was für eine schöne Stütze Er ist, was für ein schöner Freund, was für ein schöner Herr, heißt es. Ja, im Jenseits wird weder ein Fleck noch ein (?) an ihren Gesichtern haften. Allah, der Erhabene, wird ihnen den Rang der Fürsprache geben. Unter all diesen rechtschaffenen Dienern werden auch sie in ihr Paradies eingehen.
Ja, sie werden in Gärten eingehen, unter denen Flüsse fließen.